Zivilschutzanlage Hochfeld wird wieder zur Asylunterkunft

Bern

Die Zivilschutzanlage Hochfeld in der Stadt Bern wird im Januar 2012 wieder als Unterkunft für Asylbewerber genutzt. Der Gemeinderat der Stadt Bern stellt die Anlage dem Kanton zur Verfügung.

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Jon Mettler@jonmettler

Die 22 bernischen Asylzentren könnten die täglich vom Bund zugewiesen Asylsuchenden nicht mehr aufnehmen, teilten Kanton und Stadt Bern am Mittwoch mit. Da die hohe Zahl von täglichen Zuweisungen anhalte, müsse zusätzlicher Platz für neue Gesuchsteller geschaffen werden.

Der Gemeinderat der Stadt Bern hat deshalb entschieden, die Zivilschutzanlage Hochfeld vorübergehend als Notunterkunft zur Verfügung zu stellen. Die zuständigen städtischen Behörden bereiten die Anlage in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Migrationsdienst und der ORS Service AG vor. ORS übernimmt auch die Betreuung der Asylsuchenden, die untergebracht werden. In der Zivilschutzanlage Hochfeld hat es Platz für etwa 100 Personen.

Kanton übernimmt Kosten

Für den Betrieb, die Sicherheit und die damit verbundene Information der Bevölkerung ist der Kanton zuständig. Der Kanton trägt auch sämtliche Kosten. «Es handelt sich aber um keine ausserordentliche Situation», sagt Iris Rivas, Leiterin des kantonalen Migrationsdienstes. Den Aufwand könne der Kanton durch Bundessubventionen decken. Einzig die Kosten für die Sicherheit muss der bernische Steuerzahler übernehmen.

Bund wie Kanton erwarten Flüchtlinge aus allen Teilen der Welt, insbesondere aber aus Somalia, der Maghreb-Region und Asien.

Die Zivilschutzanlage Hochfeld war bereits im Jahr 2008 als Unterkunft für Asylsuchende verwendet worden.

Ab dem 4. Januar 2012 werden die ersten Migranten in der Anlage Hochfeld untergebracht. Die Anwohner sind am Donnerstag bereits mit einem Flugblatt direkt informiert worden. Für sie steht ab 2012 aber auch eine Hotline zur Verfügung (siehe Box). Laut Informationen des Flugblatts sollen Einzelpersonen und Familien in die Zivilschutzanlage einziehen.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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