Wieder flogen Flaschen - Polizeiaktion bei der Reitschule

Bern

Schon wieder wurde ein Polizeiauto vor der Reitschule mit einer Flasche beworfen. Diesmal am helllichten Tag. Die Polizei reagierte und führte eine Grosskontrolle in der Reitschule durch.

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Ralph Heiniger

Erneut wurde Montagnachmittag ein Polizeifahrzeug mit einer Flasche beworfen. Der Vorfall ereignete sich kurz nach 15 Uhr. Ein Polizeifahrzeug war auf der Neubrückstrasse unterwegs. Beim Reithallenvorplatz warf eine unbekannte Person eine Flasche gegen das Fahrzeug. Eine Seitenscheibe ging zu Bruch, verletzt wurde niemand.

Der mutmassliche Täter soll in die Reitschule geflüchtet sein, heisst es in der Medienmitteilung der Polizei. Darauf begaben sich mehrere Polizisten zur Reitschule. Eine Person, welche den Ort verlassen wollte, wurde zur Kontrolle auf eine Polizeiwache gebracht und danach wieder entlassen.

«Zutritt verweigert»

Weitere Personenkontrollen waren zunächst nicht möglich, da die Türen des Gebäudes von innen verschlossen wurden. Zuerst wurde der Polizei der Eintritt verweigert, heisst es in der Mitteilung der Polizei. Erst nachdem die Staatsanwaltschaft einen schriftlichen Betretungsbeschluss erlassen hatte, wurde den Einsatzkräften der Zutritt gewährt. Im Innern suchten die Polizisten nach dem mutmasslichen Täter. Insgesamt wurden neun Personen kontrolliert. Der Flaschenwurf konnte aber keiner der anwesenden Personen zugeordnet werden.

Als die Polizeiaktion beendet war, sprach eine Vertreterin der Reitschule gegenüber anwesenden Medienschaffenden von einer «Nullmeldung» und wollte sich nicht weiter zu den Vorfällen äussern.

Erstes Krisengespräch

Bereits am frühen Sonntagmorgen wurde ein Polizeifahrzeug vor der Reitschule mit einer Flasche beworfen. Am Montagnachmittag handelte es sich um den vierten Flaschenwurf innert 10 Tagen.

Als die Polizei in der Reitschule im Einsatz war, fand ein erstes Gespräch zwischen Vertretern der Polizei und der Stadt Bern statt. Die Sicherheitsdirektion der Stadt Bern bestätigte eine entsprechende Meldung von Telebärn. Das Gespräch wurde anberaumt, weil es in letzter Zeit vermehrt zu gewalttätigen Vorfällen im Umfeld der Reitschule gekommen ist. Die Polizei sprach öffentlich von «unhaltbaren Zuständen».

Beim Gespräch waren unter anderem Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP), Sicherheitsdirektor Reto Nause (CVP) und Manuel Willi, Chef der Regionalpolizei Bern, mit dabei. «Es wurde eine Auslegeordnung gemacht, zu den Massnahmen wird zu gegebener Zeit informiert», sagte Martina Rettenmund von der Berner Sicherheitsdirektion auf Anfrage.

Berner Zeitung

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