«Wie in Japan, nur teurer und farbiger»

Bern

Das Sushi-Laufband ist in Bern angekommen: Yooji's hat am Donnerstag im Einkaufszentrum Westside seine erste Berner Sushi-Filiale eröffnet.

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Claudia Salzmann@C_L_A

Kurz nach 12 Uhr mittags ist das neu eröffnete Yooji's im Einkaufszentrum Westside in Bern Brünnen voll. Jeder Platz am «Kaiten» – dem Sushi-Laufband – ist besetzt und auch sonst herrscht reges Treiben. Vor den Gästen befördert das Laufband Teller mit Sushi vorbei. Die Palette reicht von herkömmlichen Maki, über Sashimi, saisonale Eigenkreationen der Küche bis hin zur Empfehlung des Chefs. Am Tisch sitzen auch zwei japanische Gäste, die meinen: «Die Fischqualität ist gleich wie bei uns. Die Preise jedoch sind höher, aber das Konzept ist farbiger.»

Die Preise variieren von 4.90 bis 12.90 Franken und sind mit einem Farbsystem gekennzeichnet. Wer genau wissen will, was er isst, stellt den Teller auf den Infopoint und bekommt am Bildschirm Preis und Zutaten angezeigt. Der Screen dient auch als Hilfskellner, über den Suppen, Getränke, Vorspeisen und Dessert bestellt werden.

Siebte Filiale in der Schweiz

Im neuen 140 Quadratmeter grossen Restaurant gibt es neben dem Sushi-Laufband auch einen Take-Away-Bereich. Die Zürcher Sushi-Kette Yooji‘s wagt sich hier im Westside erstmals ausserhalb seines Heimatkantons und betreibt nun insgesamt sieben Filialen.

Hinter dem Konzept stehen Daniel Kehl und Marc Saxer, die sich seit 25 Jahren kennen. Erste Sushi-Experimente wagten sie vor mehr als zwei Jahrzehnten im Brunch-Angebot in einem Zürcher Kulturlokal und die erste Yooji's-Filiale eröffneten sie im Zürcher Seefeld im Jahr 2000.

Auch in Bern gefragt

Dem Sitzplatzmangel nach zu urteilen, scheint ihr Konzept auch in Bern zu gefallen. «Dass es so voll sein wird, damit haben wir nicht gerechnet», erklärt Daniel Kehl. Auch die Preise scheinen nicht abzuschrecken: «Unser Konzept ist 'Sushi für jedermann.' Aber ganz billig können wir nicht sein, sonst leidet die Qualiät», sagt Kehl. Er sieht hier im Westside Potenzial, auch wenn in vergangener Zeit vermehrt Discounter Einzug hielten. «Unsere Kundschaft in Zürich ist bunt gemischt, vom Jugendlichen bis hin zu Familien. Das kann hier genauso funktionieren», ist Kehl sich sicher. Man könne sich auch für wenig Geld verköstigen und lange verweilen.

Auch in der Berner Innenstadt haben sie ein Lokal gesucht, jedoch nichts Passendes gefunden. Dies erklärt Kehl sich mit dem noch fehlenden Netzwerk in der Bundeshauptstadt. Den Blick in die Zukunft richten sie im kommenden Jahr nach Luzern: Im Bahnhof wird in der zweiten Jahreshälfte der 8. Standort eröffnet.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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