Wie Bern sich selber stärker macht

Bern

Bern boomt – dank seiner wirtschaftlichen Rolle als Infrastrukturdrehscheibe, der überwundenen Angst vor urbaner Stärkung und dem Mut zu unkonventionellen Marktlösungen für periphere Gemeinden. Das vierte und letzte der vier «Zeitpunkt»-Zukunftsszenarien zeigt, wie Bern in dreissig Jahren strukturelle und mentale Blockaden überwunden hat.

Power bis über die Nebelgrenze. Der Kanton Bern stärkt seine urbanen Zentren Bern und Biel und investiert ins höchstgelegene Solarkraftwerk Europas am Grimselsee, das Ende April 2040 eröffnet wird.

(Bild: Fotalia/Montage René Wüthrich)

In mediterranem Azurblau spiegelt sich der Himmel in den mächtigen Solarpanels, die über dem milchigen Gletscherwasser des Grimselsees eine nach Süden gerichtete Felsflanke fast ganz abdecken. Ursina Schwarz setzt die Sonnenbrille auf und schaut der doppelten Wanderung der Wolken zu: am Himmel und im Spiegelbild auf den Modulen der hochalpinen Fotovoltaikanlage. Die Berner Stadtpräsidentin nimmt an der Einweihung des Grimsel-Solarkraftwerks teil. Sie ist underdressed und fröstelt. Der giftige Wind treibt nicht nur die Wolken an, sondern auch die Rotoren von dreissig Windturbinen. Sie stiften Unruhe in der archaischen Granitlandschaft.

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