Wer folgt auf Ursula Wyss?

Bern

Die Wahlresultate vom Sonntag geben einen Eindruck, wer den Stadtberner Gemeinderatssitz von Ursula Wyss (SP) übernehmen könnte. Drei Genossinnen stehen bereit.

Räumt zum Ende der Legislatur ihren Sitz im Stadtberner Gemeinderat: Ursula Wyss.

Räumt zum Ende der Legislatur ihren Sitz im Stadtberner Gemeinderat: Ursula Wyss.

(Bild: Raphael Moser)

Stefan von Bergen@StefanvonBergen

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Die Ausmarchung für den Nationalrat wirft schon ihre Schatten voraus auf die Stadtberner Wahlen vom November 2020. Sie gibt inbesondere Hinweise darauf, wer in einer guten Position für den freiwerdenden Sitz der abtretenden Gemeinderätin Ursula Wyss (SP) ist. Die wiedergewählte SP-Nationalrätin Flavia Wasserfallen hat schon erklärt, dass sie auf eine Kandidatur für die Stadtregierung verzichte.

Für die Wyss-Nachfolge empfehlen sich bei der Wahl vom Sonntag drei SP-Frauen. Die wiedergewählte SP-Nationalrätin Nadine Masshardt muss nun Farbe bekennen, ob sie sich für den Gemeinderat interessiert. Gute Aussichten haben auch die frühere SP-Kantonalpräsidentin Ursula Marti sowie die Fürsprecherin Giovanna Battagliero.

Marti hat mit 27'249 Stimmen auf der SP-Frauenliste das bessere Resultat als Battagliero mit 25'611 Stimmen erzielt. Auch in der Stadt Bern vermochte Marti mit 8690 Stimmen Battagliero (8606 Stimmen) knapp hinter sich zu lassen. Ein solcher Vorschuss fehlt der ebenfalls als Gemeinderatskandidatin gehandelten Marieke Kruit, denn die SP-Fraktionschefin im Stadtrat hat nicht für den Nationalrat kandidiert.

FDP-Stadträtin Claudine Esseiva errreichte mit 22'956 Stimmen erst den dritten Ersatzplatz. Ob sie sich so für weitere Aufgaben empfiehlt, ist offen.

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