Teenager kiffen seltener, doch das Rauschtrinken nimmt zu

Bern

Gemäss dem neusten Suchtbericht der Stadt Bern hat die Anzahl Kiffer unter Jugendlichen abgenommen, bei Erwachsenen blieb die Quote ungefähr gleich. Zugenommen hat das Rauschtrinken.

Jugendliche in der Stadt Bern kiffen und rauchen weniger, trinken sich aber häufiger in einen Rausch.

Jugendliche in der Stadt Bern kiffen und rauchen weniger, trinken sich aber häufiger in einen Rausch.

(Bild: Keystone)

Im letzten Schuljahr gaben weniger von Berns Achtklässler an zu rauchen, kiffen oder trinken. Das Rauschtrinken hat in dieser Alterskategorie aber leicht zugenommen, wie aus dem Suchtbericht 2015/16 der Stadt Bern zurückgeht.

Insgesamt sei die Situation im Suchtbereich weiterhin stabil, schreibt die Stadt Bern am Donnerstag in einer Mitteilung. Der Suchtmittelkonsum bei den Achtklässlern gehe tendenziell gar leicht zurück. So gaben nur noch 1,4 Prozent der Achtklässler an, täglich oder mindestens ein Paket Zigaretten pro Woche zu rauchen. Im Bericht 2014/15 war noch die Rede von 3,1 Prozent.

Der Kifferanteil unter den Achtklässlern ging in diesem Zeitraum von 2,5 Prozent auf 0,9 Prozent zurück. Beim Cannabiskonsum habe es in den letzten Jahren aber Schwankungen gegeben, heisst es im Suchtbericht.

Beim Alkohol ist der Anteil der mindestens wöchentlich Konsumierenden auf 0,8 Prozent zurückgegangen, im Vorjahr waren es noch 1,2 Prozent. Allerdings verzeichnete die Stadt Bern beim Rauschtrinken eine leichte Zunahme um 0,2 Prozentpunkte auf 0,7 Prozent.

Zum ersten Mal erfasste der Suchtbericht auch den Umgang dieser Altersgruppe mit digitalen Medien. So nutzten 14,2 Prozent der befragten Schülerinnen und Schüler digitale Medien länger als 25 Stunden pro Woche. «Neben positiven Möglichkeiten ist der Gebrauch von digitalen Medien in Einzelfällen problematisch und kann suchtähnliche Tendenzen annehmen», heisst es dazu in der Mitteilung.

Suchtverhalten Erwachsener bleibt stabil

Zum Suchtverhalten der Erwachsenen werden in der Stadt Bern keine spezifischen Erhebungen durchgeführt. Gestützt auf Daten des Bundesamts für Gesundheit schliessen die Behörden aber, dass der Konsum von psychoaktiven Substanzen weitgehend stabil geblieben sei.

Nach wie vor ist Cannabis die am häufigsten konsumierte illegale Substanz. Und weiterhin lässt sich der risikoreichste Konsum von Drogen bei älteren Jugendlichen und jungen Erwachsen feststellen.

Auch die Situation mit der Alkohol- und Drogenszene im öffentlichen Raum in der Stadt Bern hat sich kaum verändert. Diese konnte gemäss Mitteilung auf «stadtverträglichem Niveau» gehalten werden.

mb/sda

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