Was YB mit der Fasnacht gemeinsam hat

Die Serie «BEsonders» geht am Sonntag weiter mit Brünu Kislig. Der Ostermundiger ist von der Fasnacht als Papa Moll bekannt und im Stade de Suisse kennt man ihn als YBrünu.

Video: Claudia Salzmann

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Das Fasnachtswochenende war auch für Bruno Kislig ein Höhepunkt. Davor bastelte der Ostermundiger wochenlang in seiner Werkstatt am neuen Kostüm. Passend zur Abstimmung nahm er heuer als verkleideter Bauarbeiter mit einer Gotthardröhre auf Rollen teil.

Aber auch sein letztes Kostüm liess sich allerdings auch sehen: der Papa Moll. Und es hat noch nicht ausgedient: «Damit bin ich an die Kinderfasnacht gegangen», sagt der 63-Jährige. Nicht nur Kleinen machte es Freude: «80-jährige Grosis wollten ein Selfie mit mir», erzählt er.

Aufgefallen ist Bruno Kislig uns am YB-Match, da er jeweils mit einer besonderen Mütze und einer 13 Kilogramm schweren Treichel an die Heimpartien der Young Boys kommt. «Die Treichel ist ein Gschleipf», gibt er zu. Diese schenkte ihm ein Kollege 1985 und seither hat sie Brünu, wie ihn alle nennen, dabei.

Ist er nicht an der Fasnacht oder im Wankdorf, nimmt er es ruhiger. 40 Jahre arbeitete Brünu auf dem Bau, zuletzt im Tunnelbau und ist nun in Pension. Mit seiner Frau Rita wohnt er auf der Rüti und sie haben zwei Söhne. Ihnen erlaubte er das Fussballspielen, nicht wie sein Vater: «Ich bin vielleicht ein so grosser YB-Fan, weil mein Vater mir es verboten hat. Das hat mich damals getroffen.»

Vor jedem Spiel ist er heute immer noch so nervös, dass er nichts essen kann, erzählt er bei einem Besuch in seinem Daheim. «Und das hier ist mein YB-Zimmer», sagt Brünu und führt in ein Zimmer hinein, das von der Decke bis zum Boden voller Fanartikel ist. Sein privates YB-Musem könnte man sagen.

Beispielsweise besitzt er die Torwarthandschuhe, als YB das letzte Mal Meister wurde. Das war 1986, weshalb das Material spröde geworden ist. An Kleiderbügeln hängen an die 30 Trikots, von der Bettwäsche blickt Stéphane Chapuisat entgegen, signierte Autogrammkarten füllen Ordner und gelb-schwarze Erinnerungsfotos zieren die Wände.

Mehr über Brünu erfahren Sie am Sonntag online in unserem multimedialen Porträt der Serie «BEsonders». (bm, cla)

Erstellt: 09.02.2016, 10:05 Uhr

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