Wartsaal feiert 1. Geburtstag

Bern

Der Wartsaal an der Lorrainestrasse feiert am Wochenende seinen ersten Geburtstag. Martin Allemann, einer der vier Gründer, blickt im Interview auf Anfänge und Entwicklungen zurück.

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Nun ist der Wartsaal seit genau einem Jahr geöffnet. Lief dieses erste Jahr so, wie ihr es euch vorgestellt hattet?Martin Allemann: Nein (lacht). Da wir erst im Mai erfahren haben, dass wir den Wartsaal bekommen, hatten wir nicht viel Zeit vorauszuplanen. Das war extremer Stress. Irgendwann haben wir plötzlich festgestellt: Oh, jetzt haben wir eröffnet. Jetzt ist es ein tolles Gefühl, was wir alles erreicht haben.

Was hat euch denn besonders überrascht? Wir dachten, wir seien mehr eine Apéro-Beiz. Die Leute wollten aber auch bei uns essen, da mussten wir uns anpassen. Ende Dezember entschieden wir uns, eine eigene Köchin anzustellen. Als nicht ausgebildete Köche sind wir an unsere Grenzen gestossen.

Würdet ihr denn im Nachhinein etwas anders machen? Das ist extrem schwer zu sagen. Es musste einfach so kommen, wie es gekommen ist. Manche Schwierigkeiten haben uns auch viel aufgezeigt und diese Erfahrungen wollen wir nicht mehr eintauschen.

Die ein oder anderen Schwierigkeiten blieben also nicht aus. Was war denn die grösste Panne? (lacht) Unser Eistee war von Anfang an sehr beliebt. Allerdings hatten wir nur eine kleine Eismaschine. Da hatten wir im Sommer viel zu wenig Eis, wenn drei Leute gleichzeitig Eistee bestellten. Das haben wir schnell geändert.

Und was hat euch besonders Spass gemacht? Es ist toll zu sehen, dass sich einzelne Puzzleteile zu einem Bild zusammengesetzt haben und unsere Idee aufgegangen ist. Wir sind noch genauso motiviert, wenn nicht noch motivierter als zu Beginn.

Im letzten Jahr gab es viele Neuerungen und das Programm wurde laufend erweitert. Gibt es schon wieder neue Projekte? Das Konzept wollen wir beibehalten. Natürlich gibt es wieder verschiedene Ausbaupläne, aber momentan ist da noch nichts Konkretes dabei. Bisher wird alles gut angenommen, was wir anbieten. Besonders gut kommt allerdings das «Musigrate» an.

Ihr seid immer noch voller Begeisterung. Euer Fazit zum ersten Geburtstag fällt also positiv aus? Ja, es ist durchweg positiv. Wir haben viel Spass und das Gefühl, unser Angebot kommt gut an. Ich denke, der Wartsaal passt gut in die Lorraine und wir haben etwas verändert. Unsere Nische haben wir gefunden: Wir wollen niemanden ausstechen, sondern kooperieren.

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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