Bern

Von Graffenried weiht Tschäppätstrasse ein

BernAm 4. Mai ist der frühere Stadtpräsident Alexander Tschäppät gestorben. Am Montag hat nun sein Nachfolger Alec von Graffenried auf der Allmend die Tschäppätstrasse eingeweiht.

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Alec von Graffenried steht vor einem abgedeckten Strassenschild und hält seine Ansprache zur Eröffnung der Tschäppätstrasse. Ein Lastwagen, der Material beim Bernexpo-Gelände abholt, fährt vorbei. Der brummende Lärm des Gefährts übertönt die Ansprache des Stadtpräsidenten.

Die Strasse verbindet quer über die Grossen Allmend die Postfinance-Arena mit der Festhalle und dem Wankdorfstadion respektive die Bolligenstrasse und die Papiermühlestrasse. Es ist eine Strasse ohne Durchgangsverkehr und Trottoir.

Die Stadt hatte im Juli bekannt gegeben, dass sie diesen Strassenabschnitt in Tschäppätstrasse umbenennen will. Danach wurde Kritik laut, das die Stadt ein gar unbedeutendes Stück Strasse nach den beiden legendären Stadtvätern benennen wolle.

Reynold Tschäppät war von 1966 bis 1979 Stadtpräsident, sein Sohn Alexander von 2004 bis 2016. «Es ist keine Prachtsstrasse», räumt von Alec von Graffenried in seiner Ansprache ein. Und wieder fährt ein Lastwagen vorbei. Aber die Strasse sei an einem Ort gelegen, an dem es viele Verbindungen zu Reynold und Alexander Tschäppät gebe. So führe sie am Eisstadion vorbei.

Die Stadt verdanke dem damaligen Stadtpräsidenten Reynold Tschäppät das im November 1970 eingeweihte Dach des Eisstadions. Sein Sohn Alexander habe im Jahr 2005 als Stadtpräsident das Stade de Suisse im Wankdorf und 2009 die totalsanierte Postfinance-Arena eingeweiht.

Zudem habe er mit der Fussball-EM 2008, der Eishockey-WM 2009 und der Tour-de-France-Ankunft 2016 Grossanlässe nach Bern geholt, die auf der Allmend stattgefunden haben. Dann schreitet von Graffenried zur Tat und enthüllt mit Philippe, dem Bruder von Alexander Tschäppät, das abgedeckte Strassenschild.

An der kleinen Einweihungsfeier wohnten Angehörige, Freunde und Bekannte von Alexander Tschäppät bei. Darunter seine Lebenspartnerin Christine Szakacs, sein langjähriger Generalsekretär Peter Tschanz, SP-Gemeinderätin Ursula Wyss, Bernhard Ludwig, der Präsident der Burgergemeinde, und Bernexpo-Chefin Jennifer Somm. (Berner Zeitung)

Erstellt: 05.11.2018, 14:59 Uhr

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