«Tschüss, Lupo»

Bern

Auf dem Berner Bremgartenfriedhof fand die Urnenbeisetzung der YB-Fanlegende Lupo il Grande statt. Rund 200 Freunde, Bekannte und YB-Fans verabschiedeten sich von ihm.

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Claudia Salzmann@C_L_A

Gelbe Rosen und Sonnenblumen liegen neben der Urne von Lupo il Grande. Ringsherum stehen rund 200 Personen, die den melancholischen Klängen der Band lauschen und von der am vergangenen Dienstag verstorbenen Fanlegende Abschied nehmen. Am Mittwochnachmittag fand die Urnenbeisetzung von Dieter Bieri, besser bekannt als Lupo il Grande, auf dem Bremgartenfriedhof statt.

Viele YB-Fans sind gekommen und haben ihr Trikot angezogen. In den Reihen sind auch bekannte Gesichter, wie beispielsweise der YB-Präsident Werner Müller, Kuno Lauener und Oli Kehrli. Am Schluss der Zeremonie lässt die Trauergemeinde gelbe Ballons in den Himmel steigen und sagt «Tschüss, Lupo».

«Er ist einfach gegangen», erklärte zuvor Lupos langjähriger Freund François in der Ansprache bei der Urnenbeisetzung. So wie er es manchmal auch früher bei Festen gemacht habe: «Manchmal haben wir uns gefragt, wo Lupo ist. Aber manchmal ist er einfach gegangen. Ohne sich zu verabschieden. Alleine. So auch jetzt.»

Leben im Nordquartier

Die Band Kosh, die auch an seinem 40. Geburtstag auf dem Ballenbühl gespielt hat, untermalte die Beisetzung mit zarten Violinenklängen. Vor dem inneren Auge sieht man Lupo durch die Strassen im Breitsch schlurfen, hier jemanden grüssen und gemächlich weitergehen. Seine Wege führten ihn oft ins Carpe Diem an der Wylerstrasse oder ins Luna Llena und natürlich ins Wankdorf Stadion.

Spontan, philosophisch und lustig bleibt Lupo seinem Göttibuben in Erinnerung: «Er war einer der wenigen Menschen, die einfach noch vorbeikamen, ohne eine Anmeldung.» Der 29-Jährige erinnert sich auch an ernste Situationen, wie vergangenes Jahr, als Lupo nach einem Spitalaufenthalt ihm sagte: «Iz hets mi fasch gno.» Nur, um kurz danach wieder Sprüche zu klopfen.

«I'm a Young Boy till I die» - dieses YB-Lied trifft insbesondere auf Lupo zu. Wäre er noch am Leben, so würde man ihn ganz sicher auch im Fanlokal «Halbzeit» antreffen, wo die YB-Fans nach seiner Beisetzung Geschichten über ihn austauschen und auf ihn anstossen. Dürfte er noch einen Wunsch äussern, er würde sicherlich sagen: «E Chübu, YB söu eifach e Chübu gwinne.»

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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