Tipps und Tricks vom Fernsehkoch

Belp

Gemeinsam mit einem bekannten Koch ein Menü zubereiten – das konnten am Wochenende Jugendliche aus Belp. Sie kochten mit René Schudel im Jugendtreff.

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«Seid mutig und habt Freude, dann kommt es gut.» Mit diesen Worten startete René Schudel in seinen Workshop. Der bekannte Fernsehkoch war nach Belp gekommen, um mit acht Mädchen und drei Jungen im Jugendtreff ein Dreigangmenü auf den Tisch zu zaubern. Wie sehr ihn sein Beruf begeistert, war zu spüren. Mit Schalk und Witz wachte er über die Zubereitung der Speisen und half, wenn nötig.

Einfache Gerichte

Schon bald war die Küche von Pfannengeklapper, Mixergeräuschen und Stimmengewirr erfüllt. In drei Teams kümmerten sich die 12- bis 16-Jährigen um je einen Gang. Auf dem Menüplan standen Strudelis (gefüllte Blätterteigrollen), Hamburger und gebrannte Creme.

«Meine Philosophie ist es, den Jugendlichen einfache Gerichte vorzustellen, die sie zu Hause erfolgreich nachmachen können», begründete Schudel seine Rezeptauswahl. Ausserdem sei es ihm wichtig, dass die Teenager die Zutaten mit den Händen spüren können.

Auch in Belp setzte er statt auf Fertigprodukte auf Selbstgemachtes. So lernten die Jungen und Mädchen zum Beispiel, wie sie ganz einfach selber Mayonnaise herstellen können. Schudel sparte nicht mit nützlichen Tipps und Tricks aus seiner über 20-jährigen Erfahrung. Die jugendlichen Hobbyköche erfuhren unter anderem, dass ein feuchtes Haushaltspapier unter dem Schneidebrett das Rutschen verhindert. Oder dass sich Tränen beim Zwiebelschneiden vermindern lassen, wenn das Fenster offen ist und durch den Mund ausgeatmet wird.

Schnell ausgebucht

Der Kochnachmittag stellte den Schlusspunkt einer Reihe von Workshops dar, welche die Jugendfachstelle Belp während der Wintermonate veranstaltet hat. Die Idee, einen bekannten Koch einzuladen, hatte der Jugendarbeiter Peter Gerber: «Mir haben seine Kochsendungen ‹Funky Kitchen Club› und ‹Flavorites› immer gut gefallen.»

Gerber zeigte sich sehr erfreut darüber, dass die spontane Anfrage aus Belp bei Schudel auf positives Echo stiess. Auch bei den Jugendlichen kam der Besuch des Fernsehkochs gut an. Das Angebot war innert vier Tagen ausgebucht. Eine 16-jährige Teilnehmerin machte mit, weil sie auch zu Hause gerne kocht. Für ihren zwei Jahre jüngeren Kollegen war die Teilnahme eine Investition in die berufliche Zukunft. Der 14-Jährige weiss bereits seit Monaten, dass er eine Kochlehre absolvieren will. Deshalb schnupperte er schon in verschiedenen Betrieben.

Am Ende des Nachmittags fragte er Schudel, ob er in seinen zwei Restaurants in Unterseen bei Interlaken auch Lehrlinge ausbilde. Dieser verneinte. Vielmehr setze er darauf, junge Menschen direkt nach der Lehre anzustellen: «Diese sind wie rohe Diamanten, die in ihrer Entwicklung gefördert werden sollen.»

Berner Zeitung

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