Bern

Stadträte zur Besichtigung im Hochfeld eingeladen

BernDie Linke ist nicht zufrieden mit der Gemeinderatsantwort zur Asylunterkunft Hochfeld. Im September gibt es eine Besichtigung.

Die Berner Stadträte können die Asyl-Notunterkunft Hochfeld am 5. September besichtigen.

Die Berner Stadträte können die Asyl-Notunterkunft Hochfeld am 5. September besichtigen. Bild: Urs Baumann

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Die Möglichkeit zum Besuch kommt zustande: Regierungsrat Hans-Jörg Käser (FDP) hat die Berner Stadträte am 5. September zu einer Besichtigung der Asyl-Notunterkunft Hochfeld in der Länggasse eingeladen. Vor allem linke Politiker hatten seit langem darauf gedrängt, sich vor Ort ein Bild der kritisierten unterirdischen Unterkunft zu machen. Bisher sei ihnen diese Möglichkeit verwehrt geblieben, sagte Stadträtin Christina Anliker.

Ihre GB/JA-Fraktion kritisierte in einer Interpellation die «ungenügende Versorgung von Kindern in der Notunterkunft Hochfeld». Eine Zivilschutzanlage sei grundsätzlich keine geeignete Unterkunft, vor allem nicht für Kinder, schrieb der Gemeinderat in seiner Antwort auf den Vorstoss. Der Kanton arbeite daran, die unterirdischen Anlagen zu ersetzen (siehe Ausgabe vom Dienstag). Anliker zeigte sich mit den Antworten nicht einverstanden. Die Einschulung der Kinder etwa sei eine städtische Angelegenheit. Da könne sich der Gemeinderat nicht hinter dem Kanton verstecken.

«Nehmen wir doch die Möglichkeit zum Besuch im September wahr und urteilen dann», sagte Bernhard Eicher für die FDP. Seitens der SP meinte Leyla Gül, dass das «Komitee gegen Fremdenhetze und Asylbusiness» mit seinen Protestaktionen doch einiges erreicht habe. Martin Schneider (BDP) kritisierte, dass diverse Aktionen dieses Komitees «völlig kontraproduktiv» gewesen seien. Für die GLP-Fraktion gab Michael Köpfli zu bedenken, dass die Asylverfahren immer noch viel zu lange dauern. Deshalb brauche es Notunterkünfte. Gemeinderätin Edith Olibet (SP) betonte, dass die Stadt in der ersten Phase Flüchtlinge vom Kanton zugeteilt erhalte und keinen Spielraum habe.

Vor dem Rathaus hatte das «Komitee gegen Fremdenhetze und Asylbusiness» Flyer sowie ein Positionspapier mit «Alternativen zur Unterbringungspolitik» verteilt. Darin ist auch die Idee erwähnt, leer stehende Büros als Unterkünfte zu nutzen. (Berner Zeitung)

Erstellt: 17.08.2012, 12:22 Uhr

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