Teuscher sucht elf Bundesplätze

Bern

Schulraum wird in der Stadt Bern zum knappen Gut. Bis 2030 braucht es neue Schulen in der Dimension von elf Bundesplätzen. Das sagte Gemeinderätin Franziska Teuscher (GB) am Mittwoch vor den Medien.

Eine externe Firma soll eine Schulanlagen-Potenzialanalyse durchführen.

Eine externe Firma soll eine Schulanlagen-Potenzialanalyse durchführen.

(Bild: Stefan Anderegg)

Ralph Heiniger

Die Stadt Bern wächst. Hier ein paar neue Wohnungen, da eine Überbauung, dort eine neue Siedlung. Dieses Wachstum bringt nicht nur mehr Steuerzahler, sondern auch mehr Schüler. In den Jahren 2017 bis 2024 plant die Stadt Investitionen von rund 500 Millionen Franken in verschiedene Schulbauprojekte. Man rechnet damit, dass Bern bis 2020 jährlich 14 neue Schulklassen eröffnen wird.

Damit die vielen Klassen auch sicher irgendwo ein Zimmer finden, hat der Gemeinderat eine Schulanlagen-Potenzialanalyse in Auftrag gegeben. So soll die Stadtverwaltung erfahren, wo Handlungsbedarf besteht.

Komplexe Planung

Grob rechnet Gemeinderätin Franziska Teuscher (GB) damit, dass die Stadt bis 2030 mehr Schulhäuser auf der Fläche von elf Bundesplätzen bereit stellen muss. «Es ist wichtig, dass wir bei jedem Bauprojekt auch an den Schulraum denken», erklärte die städtische Bildungsdirektorin. Denn mehr Einwohner bedeuten eigentlich zwangsläufig auch mehr Schüler.

Schulraumplanung ist kompliziert. Oder besser gesagt: unheimlich kompliziert. Das wurde am Mittwoch an der Medienkonferenz von Franziska Teuscher überdeutlich. Bis Mitte 2017 braucht die Ingenieur- und Planungsfirma Basler & Hofmann, um die Ausgangslage und die Möglichkeiten in allen Schulkreisen abzuklären. Bereits abgeschlossen ist die Analyse des Schulkreises Breitenrain-Lorraine.

Resultat: In den Schulstandorten Lorraine und Breitfeld/Wankdorf ist ausreichend Schulraum vorhanden. Mehr Platz braucht es hingegen beim Spitalacker/Breitenrain. Beim bereits beschlossenen Bauprojekt im Spitalacker muss der Gemeinderat noch einmal über die Bücher, damit am Schluss genug Platz vorhanden ist.

Eventuell Ausbau Enge

In den aktuellen Schülerzahlprognosen sind die geplanten Wohnbauprojekte auf dem Gaswerkareal und dem Vierer- und Mittelfeld bereits berücksichtigt. Wird auf dem Viererfeld gebaut, dann muss das Schulhaus Enge ausgebaut werden, sagte Franziska Teuscher. Falls die erwähnten Bauprojekte wieder in der Schublade verschwinden, wird die Schülerzahl entsprechend geringer.

Immerhin: Für das kommende Schuljahr ist fast alles geklärt. In fünf der sechs Schulkreise sind für 2016/2017 genügend Schulräume vorhanden. Nur im Schulkreis Breitenrain-Lorraine, genauer gesagt im Spitalacker, gibt es noch ein Problem. Ein Klassenzimmer fehlt noch. Doch auch hier zeichne sich eine Lösung ab, versicherte Teuscher.

Berner Zeitung

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