Spätes Lob für Gemendepräsidentin Kiener

Bolligen

Das Bolliger Stimmvolk hat den Voranschlag 2009 einstimmig genehmigt. FDP und BP lobten das «solide Budget».

Sandra Rutschi

An der Bolliger Gemeindeversammlung wurde allen Geschäften unumstritten und einstimmig zugestimmt. So auch dem Budget 2009. Dieses sieht bei einem Ertrag von knapp 28,1 Millionen ein Defizit von gut 210'000 Franken vor. Im kommenden Jahr sind Nettoinvestitionen von 3,7 Millionen Franken geplant.Erfreut über «rote Null»Lediglich zwei Votanten meldeten sich aus der Versammlung zu Wort, nachdem Gemeindepräsidentin und Finanzchefin Margret Kiener Nellen (SP) das Budget präsentiert hatte. FDP-Parteipräsident Urs Klaeger zeigte sich im Namen seiner Partei erfreut über die «rote Null», die unter der neuen Regie budgetiert worden sei. Als Kiener Anfangs Jahr zusätzlich zum Präsidium die Finanzen übernommen hatte, wurde sie heftig kritisiert. SVP, FDP und Bolligen Parteilos (BP) warfen ihr Machtgier vor. Trotzdem fand auch Rudolf Burger (BP), Kandidat fürs Gemeindepräsidium, lobende Worte: «Das Budget ist solid», sagte er im Namen seiner Partei. Er hoffe, dass auch der neue Gemeinderat so arbeiten werde. Klar ist, dass Kiener Nellen in diesem nicht mehr dabei sein wird: Sie hat nach der Niederlage im ersten Wahlgang auf einen zweiten Wahlgang fürs Präsidium verzichtet. Am Sonntag entscheidet sich, wer in Kieners Fussstapfen tritt: Rudolf Burger oder Erich Sterchi (SVP). Tiefere InvestitionenDie Gemeindeversammlung nahm Kenntnis vom Finanz- und Investitionsplan 2009 bis 2013. Der Gemeinderat muss mit 5 Millionen Franken weniger Mehrwertabschöpfung rechnen, weil das Bolliger Stimmvolk im Rahmen der Ortsplanungsrevision Überbauungen abgelehnt hatte. Der Finanzplan rechnet mit einer gleich bleibenden Steueranlage von 1,4 Einheiten. Jährlich sind Investitionen von durchschnittlich 2,1 Millionen Franken geplant. Diese können voraussichtlich zu 100 Prozent selbst finanziert werden. In den letzten fünf Jahren hat Bolligen jährlich durchschnittlich 4 Millionen Franken investiert.

Berner Zeitung

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