Bern

Sonderausstellung «Rock Fossils» zeigt AC/DC und Co.

Bern«Rock Fossils - Ja, es ist Liebe!», heisst die am Mittwoch eröffnete Sonderausstellung des Naturhistorischen Museums Bern. Den musikalischen Auftakt macht die Schweizer Metalband Eluveitie.

Der Masiakasaurus knopfleri – ein Dinosaurier, der nach Mark Knopfler benannt worden ist.

Der Masiakasaurus knopfleri – ein Dinosaurier, der nach Mark Knopfler benannt worden ist. Bild: zvg/NMBE

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Am Mittwoch, 18. März, eröffnet das Naturhistorische Museum Bern die Sonderausstellung «Rock Fossils - Ja, es ist Liebe!». Für den musikalischen Auftakt der dokumentierten «Liebelei zwischen Paläntologie und harter Rockmusik» sorgt die Schweizer Metalband Eluveitie.

Benennungen wie AC/DC, Lemmy, Ramones und seit kurzem auch Mick Jagger sind in der Erdgeschichte buchstäblich in Stein gemeisselt. 36 Fossilien tragen die Namen berühmter Rock-Legenden – das Naturhistorische Museum der Burgergemeinde Bern zeigt die aus Dänemark stammende Sammlung als erstes Haus ausserhalb Skandinaviens. Dort hatte die Ausstellung für Aufsehen gesorgt, gerade in der Rock- und Metal-Szene.

Paracidaris eluveitie: Der Stachelhäuter

In Bern erweitern die Paläontologen des Naurhistorischen Museums die Schau um eine bislang unbekannte Seeigel-Art. «Bei Paracidaris eluveitie handelt es sich um einen 160 Millionen Jahre alten, kürzlich im schweizerischen Jura (Auenstein, AG) entdeckten Stachelhäuter, der mit den Ornamenten seines Gehäuses an die Verzierung keltischer Schmuckgegenstände erinnert», teilt das Museum mit.

Das Fundstück wird im Sinne der «Rock Fossils«-Ausstellung der Band Eluveitie gewidmet. «Beim Bandnamen Euveitie handelt es sich um die etruskische Form des keltischen Wortes Helvetions («Der Helvetier»)», so die Begründung.

Zu sehen sein wird auch ein kürzlich entdecktes Fossil eines Urahns der Flusspferde, das aufgrund seiner vollen Lippen nach Stones-Legende Mick Jagger benannt wurde.

«Bar der toten Tiere»

Die Ausstellung «Rock Fossils - Ja, es ist Liebe!» dauert bis zum 31. Mai. Das Rahmenprogramm umfasst Konzerte, Vorträge sowie unkonventionelle Führungen. Letztere laufen unter dem Namen «Stage Dive» und bieten den Besuchenden die Möglichkeit, nicht nur in den wissenschaftlichen Aspekt des Themas einzutauchen, sondern auch passende Musik zu hören und an der Bar zu verweilen.

Mit den Rockfossilien setzt das Naturhistorische Museum Bern den Reigen unkonventioneller Veranstaltungen fort, mit denen das Haus die Besucherschicht der 20- bis 40-Jährigen erobern will. Zu diesem Zweck wurde auch die «Bar der toten Tiere» geschaffen, die durchschnittlich 500 Besucher pro Freitag anzieht. (jam/sda)

Erstellt: 18.03.2015, 14:46 Uhr

Bernhard Hostettler und der fossile Seeigel. (Bild: Lisa Schäublin/NMBE/zvg)

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