Sky-Work-Chef: «Es ist eine Aussprache mit Aaretal Reisen vereinbart»

Belp

Trotz der technischen Probleme sei die Dash das beste Flugzeug für Sky Work, sagt Firmenchef Nicholas Gribi.

Mit dem Modell des Pannenfliegers präsentieren sich die Exponenten von Sky Work im Flughafenrestaurant (von rechts): Firmengründer Alex Gribi, Firmenchef Nicholas Gribi und Tomislav Lang von der Geschäftsleitung.

Mit dem Modell des Pannenfliegers präsentieren sich die Exponenten von Sky Work im Flughafenrestaurant (von rechts): Firmengründer Alex Gribi, Firmenchef Nicholas Gribi und Tomislav Lang von der Geschäftsleitung.

(Bild: Andreas Blatter)

Herr Gribi, der Flughafen Bern-Belp wirbt nicht mit tiefen Preisen, dafür mit den kürzesten Wartezeiten der Schweiz. Da ist es doch der Super-Gau, wenn die Kunden in der Hochsaison bei 15 Flügen zum Teil grosse Umtriebe in Kauf nehmen müssen? Nicholas Gribi: Ja, das ist sehr ärgerlich. Daher ist es unser Ziel, die Flotte auszubauen, damit wir uns in solchen Situationen selbst rasch helfen können, statt von Dritten abhängig zu sein.

Aber vorerst haben Sie nur den einen Flieger. Müssen sich die Kunden, die noch mit Ihnen in die Ferien reisen wollen, Sorgen machen? Nein, den Fehler haben wir behoben. Seit dem 12. Juli läuft der Betrieb reibungslos.

Ihre Firma hat wegen der technischen Probleme des Flugzeugs Dash fast eine halbe Million Franken verloren. Verklagen Sie nun die Herstellerin Bombardier erneut? Nein. Das ist grundsätzlich nicht möglich. Denn der Hersteller übernimmt höchstens den Ersatz der Teile, aber nicht die Folgekosten. Anders war das beim Zwischenfall vom Sommer 2008. Damals touchierte das Heck der Dash beim Landen die Piste. Dort lag die Verantwortung beim Bombardier-Trainingskapitän. Über das hängige Verfahren kann ich zurzeit keine Informationen abgeben.

Sie wollen eine oder zwei weitere Dash kaufen. Warum setzen Sie erneut auf diesen Flieger? Im Moment ist dieses Flugzeug immer noch die beste Lösung für Bern. Für die gegebenen Pisten- und Platzverhältnisse und unsere Distanzen gibt es im Segment mit 72 Plätzen keine valable Alternative.

Herrscht zwischen Ihnen und Ihrem Hauptkunden Aaretal Reisen nun dicke Luft? Natürlich ist die Situation nicht einfach. Aber es ist eine Aussprache vereinbart, um das Geschehene aufzuarbeiten und kundenfreundliche Lösungen zu erarbeiten.

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt