«Sein Tod ist ein sehr grosser Verlust»

Der Radelfinger Ehrengemeindepräsident Daniel Mauerhofer ist kurz vor seinem 79. Geburtstag gestorben.

Seit Beginn haben ihn die beiden Landfrauen unterstützt, jetzt müssen sie das Dorffest ohne ihn organisieren: Susanne Ledermann, Daniel Mauerhofer und Ursula Weber vor einem Jahr.

Seit Beginn haben ihn die beiden Landfrauen unterstützt, jetzt müssen sie das Dorffest ohne ihn organisieren: Susanne Ledermann, Daniel Mauerhofer und Ursula Weber vor einem Jahr.

(Bild: Nicole Philipp)

Simone Lippuner

Er ist nebst dem grossen Grillfest im Sommer der wichtigste Anlass im Jahreskalender von Ostermanigen: der Oster-Apéro. Die rund 60 Bewohnerinnen und Bewohner des kleinen Weilers in der Gemeinde Radelfingen treffen sich zum Eiertütschen, Anstossen, gemütlichen Beisammensein. Ausnahmslos jedes Jahr in ihrer Mitte: Ehrengemeindepräsident Daniel Mauerhofer. Er hatte den Osteranlass vor 27 Jahren ins Leben gerufen.

Am nächsten Anlass in knapp zwei Monaten wird er nicht ­dabei sein – Mauerhofer ist am 24. Februar kurz vor seinem 79. Geburtstag gestorben.

Immer für alle da

«Sein Tod ist ein grosser Verlust für das Dorf», sagt Gemeindepräsidentin Christine Gerber (SVP). Daniel Mauerhofer sei eine Persönlichkeit gewesen, ein Mensch, der auf alle offen zugegangen sei. «Er war sehr aktiv und hat sich darum bemüht, das Dorf zusammenzuhalten», sagt Gerber.

Daniel Mauerhofer war zwischen 1985 und 2008 in verschiedenen Funktionen für Radelfingen tätig. Als Gemeindepräsident (1989–1992 und 1997–2008) habe er die Geschicke mit «grosser Weitsicht und viel Herzblut geleitet», schreibt der Gemeinderat in seiner Verabschiedung. Er sei immer und jederzeit für alle da gewesen, habe überall mit Rat und Tat geholfen. Beruflich war Mauerhofer während 24 Jahren in der Zuckerfabrik Aarberg tätig, unter anderem als Kaufmann.

Am Samstag, 9. März – Daniel Mauerhofers Geburtstag –, findet im Gemeindehaus Detligen eine öffentliche Trauerfeier statt. Die Trauerfamilie schreibt in der ­­Todesanzeige vom «geliebten Gemeindehaus»: Während Jahrzehnten war es ihm Wohn- und Wirkungsort zugleich.

Der Oster-Apéro hat vor Jahresfrist zum letzten Mal unter der Leitung von Daniel Mauerhofer stattgefunden. Als hätte er es geahnt: Er litt an Parkinson und musste schon da seine Kräfte gut einteilen und Aufgaben abgeben. Auch wenn ihm das offensichtlich schwerfiel; zu gerne hätte Mauerhofer trotz Krankheit viel mehr gemacht, als ihm sein an den Rollstuhl gebundener Körper zuliess.

Inserat als letzter Akt

Die Organisation des Dorffests hat er den beiden Landfrauen Ursula Weber und Susanne ­­Ledermann übergeben. Als letzter Akt in diesem noch jungen Jahr hat Mauerhofer laut Gemeindepräsidentin Gerber aber noch dafür gesorgt, dass im «Radelfinger» das Inserat für den ­­Oster-Apéro gedruckt wird.

Berner Zeitung

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