Schweizerhof offiziell wiedereröffnet

Bern

Nach einem sechsjährigen Betriebsunterbruch ist am Dienstag in Bern das traditionsreiche Luxushotel Schweizerhof offiziell wiedereröffnet worden. Es präsentiert sich nach einer 50- Millionen-Franken-Investitionsspritze aus Katar in neuem Glanz.

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Am kommenden Freitag feiern die neuen Besitzer, die Hotelleitung und viel Berner Prominenz die Wiedereröffnung an einer «Grand Opening Night», wie die Direktion am Dienstag vor den Medien in Bern bekanntgab. Patinnen dieses Fests sind die aus Bern stammende Schauspielerin Ursula Andress und das junge Berner Model Julia Saner.

Der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät bezeichnete am Dienstag vor den Medien den «Schweizerhof» als ein Wahrzeichen Berns. Die Wiedereröffnung sei für die Bundesstadt von «grösster Bedeutung», denn es brauche ein zweites Fünfsternhotel.

Dank Erweiterung bessere Rentabilität

Das Hotel neben dem Hauptbahnhof Bern wurde 2005 von den früheren Besitzern, der Rosebud Holding, für eine Renovation geschlossen. Doch hiess es kurze Zeit später, das Haus werde nicht wiedereröffnet. Der Markt in Bern lasse neben dem Hotel Bellevue Palace kein zweites Fünfsternhaus zu.

Nach dem Übernahme des Gebäudes durch die Quatari Diar Real Estate Swiss AG wurde die Totalrestauration dann aber doch in Angriff genommen und dabei auch die Gebäudestruktur verändert. Dazu kam eine Erweiterung auf der Hinterseite des Hauses, so dass nun 99 statt wie früher 82 Zimmer zur Verfügung stehen.

Zusammen mit neuen Räumlichkeiten für Konferenzen und Bankette, einer Cigar Lounge und einem neuen Wellnessbereich sei so die Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg gegeben, sagte am Dienstag Bruno Schöpfer von der Zuger QDHP Swiss Management AG, die für die Besitzer aus Katar den Umbau leitete.

Der Stadtberner Denkmalpfleger Jean-Daniel Gross sagte vor den Medien, die Denkmalpflege habe die Anregung gegeben, diese Erweiterung vorzunehmen. Sie begleitete den Umbau des Hauses.

Noch hat der neue «Schweizerhof» die Bewertung als Fünfsternhotel nicht erhalten, wie Schöpfer weiter sagte. Doch sei man damit auf guten Wegen.

Teil der Bürgenstock-Gruppe

Der «Schweizerhof» gehört wie das «Royal Savoy» in Lausanne zur Hotelgruppe «Bürgenstock Selection», benannt nach dem Luxushotel auf dem gleichnamigen Berg in der Innerschweiz. Das Berner Haus bietet 120 Personen einen Arbeitsplatz und beherbergt schon seit Anfang Mai in einem Teil der Zimmer zahlende Gäste.

Nun stehen alle 99 Zimmer bereit. Die Ursprünge des «Schweizerhofs» liegen beim 1857 gegründeten Hotel Fetzer, das 1859 mit dem «Zähringerhof» zum «Schweizerhof» fusioniert wurde.

Direktor des «Schweizerhofs» ist Michael Thomann. Er sagte am Dienstag, der Stand der Buchungen liege über den Erwartungen.

cls/sda

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