Bern

Schweizer Menschenrechtspreis geht an Marthe Gosteli und Beatrix Mesmer

BernDie Frauenrechtlerin Marthe Gosteli und die Historikerin Beatrix Mesmer haben am Samstag in Bern den Menschenrechtspreis 2011 der IGFM Schweiz erhalten. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte würdigte damit ihren Einsatz für die Frauenrechte.

Die Frauenrechtlerin Marthe Gosteli und die Historikerin Beatrix Mesmer haben den Menschenrechtspreis 2011 der IGFM Schweiz erhalten.

Die Frauenrechtlerin Marthe Gosteli und die Historikerin Beatrix Mesmer haben den Menschenrechtspreis 2011 der IGFM Schweiz erhalten. Bild: Beat Mathys

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Gosteli gilt als eine der profiliertesten Frauenrechtlerinnen des Landes. Sie habe sich als Gründerin des Frauenarchivs verdient gemacht, teilte die IGFM mit. Mit der Herausgabe ihrer Bücher leiste sie auch einen wichtigen Beitrag für die Beachtung der Menschenrechte im Sinn der UNO-Menschenrechtserklärung von 1948.

Gosteli ist 94 Jahre alt und nach wie vor in ihrem Archiv aktiv, das nach ihren Angaben «eine der grössten Freiheitsbewegungen des letzten Jahrhunderts» dokumentiert. «Ich hätte noch viele Projekte, aber ich glaube, es reicht jetzt einfach zeitlich nicht mehr», sagte sie kürzlich in einem Gespräch mit der Nachrichtenplattform Swissinfo.

Beitrag zur Geschichte der Frauenbewegung

Die emeritierte Berner Geschichtsprofessorin Beatrix Mesmer erhielt den Preis, weil sie laut IGFM als eine der führenden Schweizer Historikerinnen einen massgebenden Beitrag zur Geschichte der Frauenbewegung geleistet hat. Mit ihrer Publikation «Staatsbürgerinnen ohne Stimmrecht» habe sie auf wichtige historische und menschenrechtliche Zusammenhänge aufmerksam gemacht, heisst es in der Preisurkunde.

Die Stadtberner National- und Gemeinderätin Regula Rytz erwähnte in ihrer Laudatio Gostelis Beharrlichkeit und den unerschütterlichen Glauben an die Rechte der Frauen. Zu Beatrix Mesmer hat Rytz als ehemalige Studentin ein ganz besonderes Verhältnis, wie sie sagte.

Der IGFM-CH Menschenrechtspreis wird seit 1994 verliehen. Er soll Menschen und Aktionen auszeichnen, die den Frieden und die menschliche Sicherheit fördern. Die Auszeichnung ging in früheren Jahren etwa an den Dalai Lama, Cornelio Sommaruga, die Glückskette und die Gruppe der «1000 Frauen für den Frieden». Die IGFM-CH ist eine von 38 Ländergruppen der Organisation.

(jzu/sda)

Erstellt: 11.12.2011, 13:43 Uhr

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