SF dreht für «Donnschtig-Jass»

Köniz

Kein «Donnschtig-Jass» ohne Kurzporträt der Gastgebergemeinde. So wird es auch nächsten Donnerstag sein, wenn SF live aus Köniz sendet. Diese Zeitung war mit dem Filmteam vor Ort. Köniz präsentiert sich mit spielenden Kindern, Schweinen und einer tanzenden Weltmeisterin.

Teil des TV-Porträts über Köniz: Das Team des Schweizer Fernsehens filmt am Bächlein der Siedlung Hardegg bei den Vidmarhallen.<p class='credit'>(Bild: Walter Pfäffli)</p>

Teil des TV-Porträts über Köniz: Das Team des Schweizer Fernsehens filmt am Bächlein der Siedlung Hardegg bei den Vidmarhallen.

(Bild: Walter Pfäffli)

Beim letzten «Donnschtig-Jass» hat das Team aus Köniz die Berner Vertreter meisterlich «gebodigt». Damit ist klar, dass die beliebte Sendung nächsten Donnerstag aus Köniz ausgestrahlt wird. Dabei wird das Schweizer Fernsehen auch ein vierminütiges Kurzporträt über die Gemeinde zeigen. Doch kann man die Vielfalt und die Gegensätze von Köniz wirklich in einem so kurzen Film darstellen? «Klar doch, das geht», sagt Filmemacher Michael auf der Maur. Zusammen mit seinem Kameramann David Merkofer ist er am Samstag in Köniz unterwegs. «Doch, das geht» wird er an diesem Tag noch öfters sagen.

Stepptanz und Geigenklänge

Das Grobkonzept für ein mögliches Porträt hat er bereits im März ausgearbeitet. Jetzt steht er auf dem Gurten, denn der Berner Hausberg liegt auf dem Gemeindegebiet von Köniz. Die Aussicht überzeugt ihn, das Wetter auch. Wenn wir so weitermachen können, reicht ein Aufnahmetag», verkündet er. Vom Gurten gehts weiter Richtung Vidmarhalle. Der schwarze Van der Filmcrew fällt nicht auf, Schaulustige bleiben aus. Dafür wartet Emilie Rupp auf einer der Bühnen. Die ehemalige Weltmeisterin in Stepptanz bietet hier eine Showeinlage der Sonderklasse. Ihre hingeknallten Schritte sind Musik. Und doch bilden sie nur die Ergänzung zu den virtuosen Geigenklängen des Könizer Musikers Lorenz Hasler.

«Kann ich die Musik nochmals hören?», fragt Emilie Rupp, und der Kameramann greift zum Handy. Am Morgen hat Hasler das Stück kurzerhand per Handy übermittelt. Die Tänzerin hört genau hin und nickt. Jetzt stören nur noch die grell beleuchteten Strümpfe. Spätestens hier beweisen die Könizer Behörden, dass sie flexibel handeln können. Marketingleiterin Charlotte Schläpfer und Gemeinderat Ueli Studer schaffen mit einer Holzrolle den nötigen Schatten. «Doch, das geht», meint auf der Maur.

Nun tanzt die junge Frau und lächelt dabei pausenlos, wie es sich für Profis gehört. «Köniz ist wahrhaftig weltmeisterlich», ruft Studer. Auch die Filmemacher sind zufrieden. «Danke schön, das nehme ich gerne so», sagt auf der Maur und klatscht anerkennend.

Spiele am Wasser

«Doch, das geht, es reicht», sagt er etwas später auch am Bach in der nahe gelegenen Siedlung. Gemeint sind die Aufnahmen spielender Kinder. Die beiden Grosskinder von Studer, Julie und Vanessa, haben die Aufgabe, Steine in den Bach zu werfen. Nach einiger Zeit hat die dreijährige Julie aber genug vom Spiel und schreit vor laufender Kamera nach der Mutter. «Die Mutter war als Kind auch so», konstatiert Studer, «da ist nichts mehr zu machen.»

Etwas ausdauernder zeigen sich Norina und Noëlle Weber mit Hund Aladin. Sie sind am Donnerstag beim Gang über den Brückensteg zu sehen. Dass der Welpe dabei ins Wasser plumpst, ist wohl nicht mit im Porträt.

Auch im Schlosshof, dem nächsten Drehort, läuft nicht alles rund. Das Auto des Pfarrers steht im Weg, er traut gerade ein Paar in der Kirche. Zudem läuten die Kirchenglocken. Nachdem wieder Ruhe eingekehrt ist, greift Lorenz Hasler zur Geige, und die Crew ist bereit für die Aufnahmen. Doch sie hat die Rechnung ohne den Piloten gemacht, der jetzt auf dem Landeanflug nach Belp über den Schlosshof fliegt. «Doch, das geht», ist von auf der Mauer nicht zu hören, zumindest vorläufig nicht. Hasler beginnt nochmals – zeitgleich mit den Spalierstehern. Mit dröhnendem Kuhglockengeläut heissen sie die Frischvermählten willkommen. «Wir brechen ab und gehen essen», kommt nun die Anweisung des Filmemachers.

Inzwischen ist es halb drei Uhr und noch stehen einige Dreharbeiten an. Ob wenigstens die Schweine auf dem Bauernhof willig mitmachen? Am Donnerstag wirds in der Sendung zu sehen sein.

Berner Zeitung

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