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Erneut eine unterirdische Unterkunft in Bern

BernNach der Schliessung der Asylunterkunft Hochfeld in der Länggasse in Bern ziehen die Bewohner nach Riedbach. Auch dort müssen sie unterirdisch wohnen.

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Die Asylunterkunft Hochfeld im Länggassquartier in Bern wurde von Beginn an kritisiert, weil die Bewohner unterirdisch untergebracht sind. Ende Monat verlassen die letzten Bewohner die Anlage – um wieder unter die Erde zu ziehen. Wie die kantonale Polizei- und Militärdirektion am Montag mitteilte, wird in der Zivilschutzanlage Bern-Riedbach eine neue Notunterkunft in Betrieb genommen. Auch sie ist unterirdisch.

Im Kanton Bern gebe es 14 unterirdische Unterkünfte, sagte Markus Aeschlimann, Geschäftsleiter des kantonalen Migrationsamts, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Der Kanton hätte lieber nur oberirdische Einrichtungen, aber angesichts der Lage im Asylbereich «müssen wir nehmen, was wir bekommen».

Anstieg der Asylgesuche

Der Kanton rechnet in den kommenden Monaten und den wärmeren Temperaturen mit einem Anstieg der Asylgesuche. Darum suchten die Behörden das Gespräch mit Gemeinden und Eigentümern möglicher Unterkünfte. Der Grossverteiler Coop stellt auf Anfrage des Kantons ­ihre Zivilschutzanlage bei der Verteilzentrale Bern-Riedbach zur Verfügung. Dort kann der Kanton ungefähr 100 Personen unterbringen.

Wie schon das Hochfeld und andere Anlagen wird auch diese Notunterkunft im Auftrag des eidgenössischen Sekretariats für Migration (SEM) von der ORS Service AG betrieben.

Hochfeld seit 2012

Die Unterkunft Hochfeld wurde seit 2012 betrieben. Die Stadt Bern einigte sich mit dem Bund und dem Kanton darauf, dass der Bund im ehemaligen Ziegler­spital ein Bundesverfahrensasylzentrum einrichten darf. Im Gegenzug sollte die Anlage Hochfeld geschlossen werden, die der Kanton als Durchgangszentrum nutzte. Der Berner Gemeinderat hatte stets betont, dass er keine unterirdischen Unterkünfte ­wolle.asyl Nach der Schliessung der Asylunterkunft Hochfeld in der Länggasse in Bern ziehen die Bewohner nach Riedbach. Auch dort müssen sie unterirdisch wohnen. (mm)

Erstellt: 31.05.2016, 06:34 Uhr

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