Reitschule will keine «gutbürgerliche Stube» sein

Bern

Die Interessengemeinschaft Kulturraum Reitschule nimmt am Freitag Stellung zum Entscheid des Stadtrates für einen einjährigen Leistungsvertrag. Sie sieht die Erhaltung des Kulturzentrums in ihrer historischen Form bedroht.

Die Reitschule vereint Politik und Kultur.

Die Reitschule vereint Politik und Kultur.

(Bild: Stefan Anderegg)

In einer Medienmitteilung bezeichnet das Kollektiv den Entscheid der Mitterechts-Mehrheit im Stadtrat als «Armutszeugnis». Es sei ein Angriff auf die Kultur- und Jugendpolitik der Stadt Bern und auf das Verhältnis zwischen Reitschule und Stadt Bern.

Die Reitschüler äussern ihre Sorge, dass aus dem Kultur- und Begegnungszentrum Reitschule eine normale, «gutbürgerliche Stube» gemacht wird. Die Reitschule solle erhalten werden wie sie sei: Als Projekt der ausserparlamentarischen Linken, welches kulturelle, politische und soziale Anliegen unter einem Dach vereint. Wer dies ändern sollte, würde einen wichtigen Teil der urbanen Kultur der Stadt Bern zerstören.

Weiteres Vorgehen bleibt abzuwarten

Das weitere Vorgehen der Reitschule im Bezug auf den Stadtrat-Entscheid ist noch nicht klar. Dieses soll in den nächsten Wochen basisdemokratisch bestimmt werden. Die Gruppe ist jedoch überzeugt, dass Massnahmen gegen die Reitschule, nicht die Probleme der Stadt lösen werde.

adk

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