Planungskredit für Velobrücke über die Aare verabschiedet

Die Planung einer Fussgänger- und Velobrücke vom Berner Länggass- ins Breitenrainquartier rückt näher. Der Berner Gemeinderat hat eine Planungskredit von von 560‘000 Franken verabschiedet.

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Die Planung einer Fussgänger- und Velobrücke im Norden der Stadt Bern nimmt Fahrt auf. Der Gemeinderat hat einen Planungskredit von 560'000 Franken zu Handen des Stadtparlaments verabschiedet. Als erstes soll aus mehreren Brückenvarianten die beste erkoren werden.

Die Brücke über die Aare, von Länggass- ins Breitenrainquartier, soll eine Lücke im Fuss- und Velowegnetz der Bundesstadt schliessen. Bisher mussten Fussgänger und Velofahrer in diesem Gebiet stark befahrene Strassen oder Wege mit beträchtlicher Höhendifferenz benutzen.

Die Schliessung dieser Lücke wurde bereits 2004 in einem kantonalen Richtplan als wichtig erachtet. Mögliche Linienführungen wurden zwar diskutiert, der Kanton nahm die Planung aber nicht an die Hand - unter anderem aus Spargründen.

Vor rund einem Jahr überwies das Stadtparlament eine Motion, die verlangte, dass die Stadt die Federführung für das Projekt übernehmen soll.

Erste Resultate Ende Jahr

Als erster konkreter Schritt wird nun die beste Variante ermittelt und ausgearbeitet. Für diese Planungsphase beantragt der Gemeinderat dem Stadtrat einen Bruttokredit von 560'000 Franken. Der Kanton übernimmt 40 Prozent der Kosten.

Resultate der Variantenbeurteilung sind - sofern der Stadtrat den Kredit bewilligt - für Ende 2014 zu erwarten. Im weiteren wird für die ausgewählte Variante ein Projektwettbewerb gestartet. Das Ziel des Gemeinderates ist es, die neue Verbindung beim Bund als A-Projekt für das Agglomerationsprogramm der dritten Generation anzumelden und sich so Bundesbeiträge zu sichern.

Dies würde bedingen, dass bis Mitte 2016 ein Vorprojekt mit Kostenschätzung vorliegt, schreibt der Gemeinderat in seiner Mitteilung weiter.

Nicht unumstritten

Die Berner Stadtregierung ist überzeugt, dass das Projekt landesweit Singalwirkung für die Förderung des Fuss- und Veloverkehrs hat. Es wäre in der Schweiz die erste Fussgänger- und Velobrücke in dieser Grössenordnung, schreibt der Gemeinderat in seiner Mitteilung.

Ende März bildete sich in Bern ein Komitee, das sich für die Brücke engagiert. Die Brücke würde nicht nur rund 120'000 Wohn- und Arbeitsplätze in den beiden Quartieren miteinander verbinden, sondern könnte auch Touristen anlocken, ist das Komitee der Ansicht.

Doch es gab auch immer wieder Stimmen, die eine solche Brücke für unnötig und zu teuer hielten. Bei den vor einigen Jahren getätigten Variantenabklärungen war von geschätzten Kosten von 14 bis 16 Millionen Franken die Rede.

tag/sda

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