«Panzersperren» ums Weltpostgebäude

Seit September werden rund um das Weltpostgebäude in Bern Poller verankert. Aus Sicherheitsgründen, wie der Weltpostverein erklärt. Die Bauarbeiten, welche eine halbe Million Franken kosten, bezahlt der Bund.

Poller, so weit das Auge reicht: Seit Herbst wird rund um den Weltpostverein gebaut.

Poller, so weit das Auge reicht: Seit Herbst wird rund um den Weltpostverein gebaut.

(Bild: Urs Baumann)

Ralph Heiniger

Es sieht auf den ersten Blick so aus, als würde sich der Weltpostverein gegen einen militärischen Angriff mit Panzern rüsten. Rund um das Weltpostgebäude an der Weltpoststrasse in Bern wurden im letzten halben Jahr etliche Poller verlegt. Durchmesser: rund 25 Zentimeter. Höhe: rund 60 Zentimeter. Abstand: jeweils 2,5 Meter. Die Poller wurden mit Beton und Armierungseisen im Boden verankert.

Doch warum diese baulichen Massnahmen? Gemäss Völkerrecht hat die Schweiz die Aufgabe, für die Sicherheit der hier ansässigen internationalen Organisationen zu sorgen. «Die Sicherheit des Universal Postal Union (Weltpostverein) ist somit eine geteilte Aufgabe, die einerseits in den Zuständigkeitsbereich des Weltpostvereins sowie andererseits der Schweiz fällt», erklärt Faryal Mirza, Mediensprecherin des Welpostvereins.

Während der Weltpostverein für die Sicherheit innerhalb seines Territoriums zuständig ist, ist es Aufgabe der Schweiz, für die Sicherheit ausserhalb des Perimeters zu sorgen. «Alle internationalen Organisationen in der Schweiz und im Ausland sind gemäss Vorgaben der UNO im Perimeterbereich gesichert. Davon machen manche internationale Delegationen ihre Teilnahme an Anlässen abhängig», sagt die Mediensprecherin des Weltpostvereins.

Der Bund bezahlt

Seit einigen Jahren sind die Liegenschaften aller internationalen Organisationen in Genf durch einen Sicherheitsperimeter abgesperrt. «An der Weltpoststrasse werden diese Bauarbeiten nun nachgeholt», sagt Mirza.

Die Kosten für die Bauarbeiten belaufen sich nach Angaben des Weltpostvereins auf rund 510000 Franken. Bezahlt wird diese Summe von der Immobilienstiftung für internationale Organisationen, welche dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten angegliedert ist.

Abschluss im Juni

Übrigens: Richtige Panzersperren waren nie ein Thema, wie Faryal Mirza erklärt. «Es handelt sich um integrierte Poller, die ein Standardelement bei solchen baulichen Massnahmen sind und die von Polizei und Tiefbauamt zusammen erarbeitet worden sind.»

Für die Poller liegt eine Baubewilligung des Tiefbauamtes der Stadt Bern vom September 2013 vor. Die Bauarbeiten sollen im Juni abgeschlossen sein.

Berner Zeitung

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