Ostermarsch fordert Solidarität mit Menschen auf der Flucht

Bern

Etwa 450 Personen haben sich am Montag in Bern am traditionellen Ostermarsch beteiligt.

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In Bern stand der diesjährige Ostermarsch unter dem Motto «Frieden schafft Raum - dem Frieden Raum schaffen». Nur staatenübergreifende Regelungen könnten den Frieden sichern, schreiben die Veranstalter in ihrer Mitteilung. Deshalb müsse man das Völkerrecht stärken.

Weltweit befinden sich laut den Aktivisten 51 Millionen Menschen auf der Flucht. Viele fliehen demnach vor Gewalt und Kriegen, die von politischen Machtinteressen und Profitgier angeheizt werden.

Auch die Schweiz sei daran beteiligt, «Grenzen zu schliessen und durch Waffenexporte Milliardengewinne zu erzielen». Doch anstatt den Krieg zu planen, «müssen wir den Frieden vorbereiten», schreiben die Veranstalter.

Der Aare entlang

Die Kundgebungsteilnehmer hatten sich um 13 Uhr am Zeltplatz Eichholz versammelt. Sie spazierten dann der Aare entlang in Richtung Innenstadt. Unterwegs schlossen sich dem Zug weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer an. Insgesamt beteiligten sich rund 450 Menschen am Ostermarsch.

Die Schlusskundgebung fand auf dem Münsterplatz statt, wo Referate gehalten wurden. Verschiedene Organisationen hatten zudem Stände aufgebaut, um über ihre Anliegen zu informieren.

Der Berner Ostermarsch wird von zahlreichen Organisationen und von Kirchen unterstützt. Dazu gehören etwa die Reformierten Kirchen Bern-Jura-Solothurn, die Gruppe für eine Schweiz ohne Armee (GSoA) oder die Erklärung von Bern. Der Ostermarsch in Bern fand erstmals 2003 statt, damals als Protest-Aktion gegen die US-Invasion im Irak.

mb/sda

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