Organisation der Miss Bern wurde verkauft

Die Starproject AG ist neue Besitzerin der Miss-Bern-Wahl. Die Miss soll sozialer werden.

Die amtierende Miss Bern heisst Noemi Raval. Die 21-Jährige stammt aus Burgdorf. Die nächste Wahl im Juni 2019 wird Berner Agentur Starproject AG durchgeführt.

Die amtierende Miss Bern heisst Noemi Raval. Die 21-Jährige stammt aus Burgdorf. Die nächste Wahl im Juni 2019 wird Berner Agentur Starproject AG durchgeführt.

(Bild: Raphael Moser)

Markus Ehinger@ehiBE

Der Name der amtierenden Miss Bern ist vielen kaum geläufig. Sie heisst Noemi Raval und kommt aus Burgdorf. Nicht nur die Miss Schweiz, sondern auch die Miss Bern hat in den letzten Jahren an Glanz verloren. Kritische Stimmen meinen, Miss-Wahlen seien nicht mehr zeitgemäss.

Die Miss-Bern-Wahl gibt es aber bereits seit 1990. Seit 2007 besitzen Erminio und sein Sohn Valerio Concari die Durchführungsrechte. Jetzt haben sie diese Rechte weiterverkauft. Neue Veranstalterin ist die Berner Agentur Starproject AG von Beat Ackermann. Einst war Ackermann Leiter Sponsoring und Events bei der Mobiliar-Versicherung. Seit 2017 ist er Managing Director der Starproject AG.

Mehr soziales Engagement

Die Köpfe hinter der neuen Organisation sind Tamara Gygax von der Starproject AG und das Berner Model und einstige Miss-Schweiz-Kandidatin Monika Erb. Letztere wird das «Missen-Mami», das die Kandidatinnen in Lauftraining und mentalem Training betreuen wird. Monika Erb wird wohl auch die Gala am 29. Juni 2019 moderieren.

Bereits im Herbst 2017 seien die bisherigen Organisatoren an die Starproject AG herangetreten, sagt Gygax. Sie hätten eine Kooperation im Marketingbereich gesucht. Zuvor habe die Starproject AG die Veranstalter schon bei der letzten Wahl im Bereich Marketing und Kommunikation unterstützt. Der Kaufpreis wird nicht kommuniziert.

«Das Ganze ist relativ kurzfristig passiert, und wir müssen sicher noch viel lernen. Dazu können wir auch auf das Know-how der früheren Veranstalter zurückgreifen», sagt Gygax. «Unser Anspruch ist aber klar: Wir wollen einen qualitativ soliden Anlass veranstalten, ohne gleich alles auf den Kopf zu stellen.»

Mittelfristig soll sich die Wahl aber weiterentwickeln. «Wir wollen die Miss Bern neu positionieren. Es geht um mehr als nur gutes Aussehen. Die jungen Frauen, die sich bewerben, übernehmen auch eine gewisse gesellschaftliche und soziale Verantwortung.»

Zu den Verkaufsgründen äussert sich Valerio Concari: «Die Organisation wurde schwieriger und aufwendiger.» Die Familie Concari bleibe der Miss-Bern-Wahl beratend erhalten, man wolle sich nun aber auf die drei Coiffeursalons konzentrieren.

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