Bern

Neues Tramdepot von Bernmobil bietet Platz für 28 Trams

BernNach rund anderthalb Jahren Bauzeit ist am Montag an der Bolligenstrasse das neue, fast 100 Millionen Franken teure Tramdepot von Bernmobil eröffnet worden. Das rund zwei Fussballfelder grosse Gebäude bietet Platz für 28 Trams von 42 Metern Länge.

Das erste Tram fährt ins neue Tramdepot ein.

Das erste Tram fährt ins neue Tramdepot ein. Bild: Andreas Blatter

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Berns städtische Verkehrsbetriebe schaffen mit dem neuen Tramdepot einerseits den nötigen Platz für die zusätzlichen Trams, die seit Dezember des vergangenen Jahres nach Bern West fahren. Die Tramflotte von Bernmobil wuchs in den letzten Jahren um 14 Züge an, wie Direktor René Schmied bei der Eröffnung sagte.

Anderseits ersetzt die neue Tramgarage das jetzige Tramdepot Burgernziel, wo die Stadt Bern Wohn- und Gewerberaum schaffen will.

Das neue Gebäude mit Glas- und Aluminiumverkleidung weist auch eine Photovoltaikanlage auf, die Strom für rund 60 Haushalte produziert, und braucht wegen der guten Gebäudehülle keine Raumheizung. Das Areal ist gross genug, um weitere Fahrzeuge aufzunehmen, falls in der Region Bern die Buslinie Nummer 10 (Köniz-Ostermundigen) durch ein Tram ersetzt wird.

«Neues Depotzeitalter»

Bernmobil-Direktor Schmied sagte an der Eröffnung auch, für sein Unternehmen breche mit dem neuen Gebäude im Norden der Stadt ein «neues Depotzeitalter» an.

Während nämlich beim Depot Eigerplatz die Weichen noch von Hand gestellt und die Fahrer mit Trillerpfeifen dirigiert werden, erhalten die Tramlenker an der Bolligenstrasse - wie bei einer richtigen Eisenbahn - die Anweisungen nur noch von Signalen und auf Bildschirmen.

Bernmobil nimmt deshalb wegen dieser neuen Technik das neue Depot erst nach einer umfangreichen Testphase Ende Oktober in Betrieb.

Schon vorher, am 11. September, feiert Bernmobil die Eröffnung des neuen Tramdepots zusammen mit der Bevölkerung an einem Fest. Auf dem Programm dieses «Tags der offenen Tore» stehen zahlreiche Aktivitäten wie etwa Führungen, ein Tramzieh-Wettbewerb und Oldtimer- Tramfahrten.

Viel teurer als ursprünglich geplant

Das neue Tramdepot sollte zuerst nur 55 Millionen Franken kosten, dann 70 Millionen, und nun lautet der Kostenvoranschlag 97,6 Millionen Franken. Schmied sagte in seiner Eröffnungsrede, Bernmobil habe nicht mit zu grosser Kelle angerichtet. Denn um den Platz möglichst gut auszunützen, sei eine stützenfreie Abstellhalle erstellt worden, welche ein höhere Bauweise als üblicherweise erfordert habe.

Zudem umfassten die Gesamtkosten auch die Zufahrtsbrücke über die Autobahn, viel Technik, die Fotovoltaikanlage und 3,5 Kilometer Geleise auf dem Gelände.

Die Schlussabrechnung werde sich innerhalb des Kostenvoranschlags bewegen, versicherte Schmied, und eine darin enthaltene Reserve von 5 Millionen Franken werde «mit hoher Wahrscheinlichkeit» nicht angetastet. (met/sda)

Erstellt: 05.09.2011, 12:30 Uhr

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