Neue Transgender-Richtlinien an der Uni Bern

Die Universität Bern hat Anfang Jahr neue Richtlinien in Kraft gesetzt, die Namensanpassungen bei Transgendern zulassen.

An der Uni Bern können Studierende neu geänderte Vornamen im Verwaltungssystem der Uni eintragen lassen, auch wenn sie noch nicht amtlich sind. Besonders für Transmenschen ein Bedürfnis.

An der Uni Bern können Studierende neu geänderte Vornamen im Verwaltungssystem der Uni eintragen lassen, auch wenn sie noch nicht amtlich sind. Besonders für Transmenschen ein Bedürfnis.

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An der Universität Bern studieren 85 Transgender. Einige beklagten sich im letzten Oktober in der «Bärner Studizytig» darüber, dass sich die Uniadministration schwer damit tut, Namensanpassungen von Transmenschen zu akzeptieren. Wer sein Geschlecht anpasse, wechsle oft auch den Namen. Die Uni zögere aber, diese Änderungen zu akzeptieren.

Für manche hatte dies unangenehme Folgen. «Muss ich mich für uni­externe Dienste, zum Beispiel Datenbanken, die man für Arbeiten braucht, mit der Legi identifizieren, gibt es immer Probleme, und ich muss mich erklären», sagte eine betroffene Person in der «Studizytig».

Auf Anfang Jahr habe die Uni Bern nun neue Richtlinien in Kraft gesetzt, die Namensanpassungen bei Transgendern zulassen, wie die «SonntagsZeitung» berichtete. Studierende können neu geänderte Vornamen im Verwaltungssystem der Uni eintragen lassen, auch wenn sie noch nicht amtlich sind. «Der neue Name erscheint auch auf dem Studierendenausweis, in der E-Mail-Adresse oder auf den Teilnehmerlisten zu den Lehrveranstaltungen», sagte Christoph Pappa, Generalsekretär der Uni Bern, in der «Sonntags­Zeitung.»

Keine Änderung auf Diplomen

Dass nach Schätzung des Studierendenverbandes 85 Transmenschen an der Uni Bern studieren sollen, erachtet Christoph Pappa als «eine relativ extensive Schätzung von potenziell betroffenen Personen». Seit die neuen Richtlinien gelten, habe noch niemand einen Antrag auf eine Namensänderung gestellt, sagte Pappa.

Auch an den Universitäten Basel, Luzern und Zürich gibt es solche Regelungen. In Zürich und Luzern können Transgender sogar auf Diplomen neue Namen eintragen lassen, auch wenn sie noch nicht offiziell sind. Die Uni Bern schiebt hier einen Riegel: «Ein Diplom ist ein amtliches Dokument», sagt Pappa. «Wir halten es für rechtlich heikel, ein amtliches Dokument auf einen Namen auszustellen, der nicht mit dem offiziellen Namensregister übereinstimmt.» (ehi)

Erstellt: 28.01.2018, 15:51 Uhr

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