Naturpark lanciert den neuen Gäggersteg

Gantrisch

Der Gäggersteg wird diesen Sommer durch einen deutlich höheren Neubau ersetzt.

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Er steht erst seit fünfzehn Jahren, und doch ist er bereits so etwas wie ein Wahrzeichen geworden: der Gäggersteg in der Gemeinde Rüschegg. Pro Sommer wandern im Durchschnitt 13'000 Leute darüber. Vom Steg aus können sie beobachten, wie sich der vom Sturm Lothar zerstörte Wald wieder erholt. Zudem bietet sich eine eindrückliche Aussicht auf die Gantrischkette.

Mittlerweile sind die Bäume und Sträucher wieder nachgewachsen. Der Steg ist aber gleich geblieben: An seiner höchsten Stelle ist er nur 2 Meter über dem Boden. Die Aussicht wird also immer stärker eingeschränkt. Zudem sei der Steg von Anfang an nur für eine Lebensdauer von zehn bis fünfzehn Jahren ausgelegt gewesen, erklärt Ramona Gloor, Mediensprecherin des Naturparks Gantrisch. Deshalb sei die Zeit reif für einen Neubau.

Ein Jahr gesperrt

Die Planung des Neubaus dauerte lange, immer wieder wurde das Projekt angepasst. Doch nun ist es fertig. Die Baubewilligung liegt ebenfalls bereits vor, wie die Verantwortlichen mitteilen. Geplant ist ein gut 250 Meter langer Holzsteg. Er wird, ähnlich einem Baumwipfelpfad, bis zu einer Höhe von 8 Metern über dem Boden steigen. Entwickelt wurde er von Architekt Patrick Thurston und Holzbauingenieur Daniel Indermühle.

Der alte Gäggersteg ist ab sofort und für den Rest des Jahres gesperrt. Sobald der Schnee geschmolzen ist – im Moment liegt an schattigen Stellen noch rund ein halber Meter –, beginnt der Abbau. Voraussichtlich im Juli startet der Neubau. Im Frühjahr 2020 schliesslich soll der neue Steg eröffnet werden.

«Ein Leuchtturm»

Der neue Steg kostet rund 900'000 Franken. Finanziert wird er von verschiedener Seite: Burgergemeinden haben Rundholz gespendet. Es gibt Fördergelder aus dem Lotteriefonds und von Stiftungen. Gemeinden haben ebenfalls Beiträge gesprochen. Weitere 300'000 Franken sollen Sponsoren und Gönner beitragen. Via www.gaegger-steg.ch sind Spenden von 50 bis 5000 Franken möglich.

Träger des Projekts ist der eigens gegründete Verein Gägger­steg. Ihm gehören der Förderverein Region Gantrisch, die Standortgemeinde Rüschegg und der Verkehrsverein Rüschegg an. Heinz Nydegger, Präsident des Verkehrsvereins, sieht im Projekt eine Chance für den Tourismus. Der neue Gäggersteg werde «ein Leuchtturm, der weit über die Region hinausstrahlt», erklärt er.

Berner Zeitung

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