Ostermundigen

Mundigens Graffiti-Mauer ist gefallen

Ostermundigen350 Meter lang war sie, und voller Graffiti. Nun muss die Schallschutzmauer beim Schiessstand der künftigen Überbauung im Oberfeld weichen.

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Aus der ganzen Schweiz reisten die Sprayer wegen ihr nach Ostermundigen. Die 350 Meter lange Schallschutzmauer im Oberfeld änderte fast jeden zweiten Tag ihr Gesicht. Seit Jahren war sie voller Graffiti, und immer wieder wurden alte Bilder mit neuen übersprayt.

Doch nun ist diese Ära Geschichte. Auf dem Oberfeld wird nicht mehr geschossen. Im Zuge der Schiessplatzsanierung und der geplanten Wohnüberbauung auf dem Areal muss die Mauer weichen. Letzte Woche wurden in einem ersten Schritt die Graffiti entfernt. Mit einem Fräsroboter, welcher auch Hydrojet genannt wird, rückten die fünf Bauarbeiter der Farbe auf den Leib. «Die Farbschicht war stellenweise über einen Zentimeter dick», erzählt Projektleiter Patrick Schork. Sie wurde mittlerweile in einer Kehrichtverbrennungsanlage verbrannt.

Abbrucharbeiten im Gang

Seither sind bereits wieder neue Graffiti entstanden. Doch trotzdem sind seit Dienstag die Abbrucharbeiten an der Mauer in Gang. Ein grosser Teil ist bereits gefallen. Auch am Mittwoch bohrte sich der Abbruchhammer in den Beton und schlug grosse Brocken heraus, sodass der Boden vibrierte. Ein Bagger schaufelte die Brocken auf einen Lastwagen. Dieser fuhr das Material an einen anderen Ort auf der Grossbaustelle, wo es nun gelagert wird.

«Weil die Farbe vorgängig entfernt wurde, können wir den Beton weiter verwenden», erklärt Projektleiter Schork. Die ehemalige Mauer wird noch weiter zerstückelt und gesiebt, bis sie als Koffermaterial für Arealerschliessungen und Einstellhallen der künftigen Wohnüberbauung im Oberfeld verwendet werden kann. (Berner Zeitung)

Erstellt: 02.12.2010, 07:34 Uhr

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