Mit Vollgas auf den Gurten

Der Festival-Sommer steht vor der Tür und die Berner Band «Bright November» ist mit dabei. Im Interview erzählen Matthias Guggisberg und Phillip Langenegger, dass das noch vor einem Jahr in weiter Ferne für sie lag.

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Im Jahr 2010 starteten Phillip Langenegger, Matthias Guggisberg, Pascal Berger und Matthias Studer mit der Band, nachdem sie schon viele Jahre eng befreundet waren und einige musikalische Projekte hinter sich hatten. Bright November sind sie jedoch erst seit 2011, da es für sie zunächst nicht das Wichtigste war, überhaupt einen Namen zu haben.

In den Anfängen ging es auch noch gar nicht darum, Konzerte zu geben – im Vordergrund stand allein die Liebe zum gemeinsamen Musikmachen. «Bevor wir auf die Bühne gingen, wollten wir dem Publikum auch etwas bieten können», erzählt Matthias Guggisberg. Musik gemacht haben die vier bereits vor Bright November, doch «eher jeder für sich», so der 24-Jährige.

Ihr erstes Konzert ist noch gar nicht so lange her. Am 25. Mai stand Bright November im Finale des Emergenza Bandcontests, die erste Runde des Wettbewerbs im Februar war auch gleichzeitig das erste Konzert. Klar waren sie vorher aufgeregt, erzählen Guggisberg und Langenegger, doch in erster Linie war es «cool, überhaupt eine Konzertmöglichkeit zu haben.»

Erfolg nach kurzer Zeit

Wenn die Bandmitglieder von Bright November auf die letzten Monate zurückblicken, sind sie mehr als zufrieden. «Es ist wie am Schnürchen gelaufen», freut sich Langenegger. Eigentlich habe er gedacht, es sei viel schwieriger, Fuss zu fassen. Dass sie den nationalen Final des Emergenza nun sogar gewonnen haben, erfüllt die vier Berner mit besonderem Stolz.

Auf dem Gurten zu spielen war eigentlich ein langfristiges Ziel für die nächsten drei oder vier Jahre – jetzt rückt der Auftritt beim legendären Festival schon in greifbare Nähe. Das werde ein Highlight für die Band sagt Langenegger und verspricht: «Wir werden richtig Vollgas geben.»

«Der Ansatz vom Gegensatz»

Bright November schreiben alle ihre Songs selbst. Sie selbst bezeichnen ihren Stil als Indie-Rock, wichtig ist ihnen jedoch «der Ansatz vom Gegensatz», wie Guggisberg es beschreibt. Dieser spiegelt sich nicht nur in der Musik, sondern vor allem im Namen Bright November wider. Fröhlichkeit und Melancholie, Partystimmung und Tiefgründigkeit in Einklang zu bringen ist ihre Zielrichtung. Eine konkrete Band, die Inspiration bietet, gibt es nicht. Vielmehr geht es Bright November darum, etwas komplett Eigenständiges zu schaffen. Und so geht es manchmal recht schnell, bis ein neuer Song wirklich fertig ist; in wenigen Fällen kann es aber auch mal mehrere Monate dauern, denn «alle Bandmitglieder sollen auch dahinterstehen.»

Die Vorfreude auf die anstehenden Konzerte ist gross, doch es gibt auch schon einen weiteren Plan. «Ende des Jahres noch ins Studio gehen» lautet dieser. Die vier Musiker kämpfen nicht für den ganz grossen Erfolg, doch der Ehrgeiz ist da. «Wenn wir irgendwann von der Musik leben könnten, würden wir sicher nicht nein sagen», lacht Phillip Langenegger.

(Bernerzeitung.ch/Newsnet)

Erstellt: 31.05.2012, 13:51 Uhr

Bright November auf der Bühne

Bright November – das sind Matthias Guggisberg (Leadsänger, E-Gitarre, Synthesizer), Phillip Langenegger (Bass, Synthesizer, Backgroundsänger), Matthias Studer (Schlagzeug) und Pascal Berger (E-Gitarre, Synthesizer, Backgroundsänger).

Zu sehen sind die vier Berner am 29. Juni in Stuttgart, wo das Südwestdeutsche Final des Emergenza Contests stattfindet.
In Bern stehen sie am 14. Juli anlässlich des Gurtenfestivals auf der Bühne.


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