Mein Name ist... Fischotter

In der Rubrik «Mein Name ist ...» stellen wir jeden Tag ein Tier vor, das in oder an der Aare lebt.

Der Fischotter wurde in der Schweiz lange Zeit gejagt, weil er den Menschen die Fische wegschnappte.

Der Fischotter wurde in der Schweiz lange Zeit gejagt, weil er den Menschen die Fische wegschnappte.

(Bild: iStock)

Die meisten von euch kennen mich sicher nur aus dem Zoo – oder aus dem Internet. Dort kursieren nämlich mittlerweile unzählige Videos von mir. Die Menschen finden es niedlich, wenn ich auf dem Rücken im Wasser treibe, mit meinem Lieblingskieselstein jongliere oder mit meinen Artgenossen Händchen halte. Wobei wir Letzteres übrigens nur tun, um nicht auseinanderzutreiben.

Aber zurück zum Thema: Früher war ich in der Schweiz sehr weit verbreitet. Irgendwann fingen die Menschen aber an, mich zu jagen. Nicht etwa, weil ich gut schmecke, sondern einfach, damit ich ihnen die Fische nicht mehr wegschnappe. Das kann ich sogar ein wenig verstehen, denn ich bin ein wahnsinnig guter Jäger. So verschwand ich hierzulande fast komplett, seit 1989 gelte ich als ausgestorben.

Aber keine Angst, denn zurzeit feiere ich mein Comeback: Immer mehr Fischotter werden entlang der Aare gesichtet. 2017 erst posierte ein Weibchen mit ihren Jungen für eine Fotofalle, die zwischen Thun und Bern aufgestellt wurde. Zu ver­danken ist meine Rückkehr auch den netten Menschen, die sich für mich einsetzen. Aber bitte nicht wieder ein­geschnappt sein, wenn euch wegen mir der eine oder andere Fisch durch die Lappen geht. So ist es nun mal im Leben: der Cleverste gewinnt.

sm

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