Roches

Massenhaftes Fischverschwinden in der Birs bleibt ein Rätsel

RochesIn der Birs zwischen Roches und Delsberg sind 2013 Tausende Fische verschwunden. Die Ursache bleibt ungeklärt. Trotz Untersuchungen durch die Kantone Bern und Jura.

Rätselhaft bleibt, dass nie jemand Beobachtungen zu einem grösseren Fischsterben gemeldet hat.

Rätselhaft bleibt, dass nie jemand Beobachtungen zu einem grösseren Fischsterben gemeldet hat. Bild: Keystone

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Das Verschwinden tausender Fische in der Birs zwischen Roches BE und Delsberg JU vor drei Jahren ist und bleibt ein Rätsel. Die Kantone Bern und Jura haben auch nach Abschluss aller Untersuchungen die Ursachen für dieses Verschwinden nicht herausgefunden.

Am ehesten gehe das Verschwinden der Fische auf ein Fischsterben grösseren Ausmasses zurück, schreiben die beiden Kantone in einer gemeinsamen Mitteilung vom Freitag. Rätselhaft bleibe aber der Umstand, dass nie jemand Beobachtungen zu einem grösseren Fischsterben gemacht respektive gemeldet habe.

Auch hätten 2014 Analysen ergeben, dass die Wasserqualität der Birs den gesetzlichen Ansprüchen entspreche. Zwar seien Mikroverunreinigungen durch Siedlungs- und Industriechemikalien sowie Medikamentenrückstände gefunden worden. Die Konzentrationen entsprächen aber Mengen, wie sie «leider» vielerorts aufträten.

Auch die Abwasserreinigungsanlage von Roches BE kommt als Grund für das Fischverschwinden nicht in Frage, wie der Kanton Bern schon Anfang dieses Jahres im kantonalen Gewässerzustandsbericht schrieb. Damals waren noch nicht alle Informationen zum Vorfall in der Birs aufbereitet. Fischfressende Vögel schliessen die Behörden ebenfalls als Ursachen aus.

10'000 Fische

Mehr als zehntausend Fische verschwanden zwischen August 2013 und April 2014 an der Kantonsgrenze Bern-Jura. Das zeigten Abfischungen von Ende April 2014 und September 2014.

Inzwischen haben sich die Fischbestände im betroffenen Flussabschnitt je nach Art mehr oder weniger erholt: Die Bachforellen leben wieder dort und laichen. An Äschen und Groppen mangelt es aber. (mbu/sda)

Erstellt: 02.12.2016, 12:00 Uhr

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