Martin Baltisser wechselt zu Guy Parmelin

Martin Baltisser (50), bis 2016 erfolgreicher Generalsekretär der SVP, kehrt zurück ins Bundeshaus: Er wird persönlicher Mitarbeiter von Bundesrat Guy Parmelin (SVP).

Erst letzen Simmer wechselte Martin Baltisser zur Berner Kommunikationsunternehmen Furrerhugi. Nun steht bereits der nächste Wechsel an. Er wird persönlicher Mitarbeiter von Bundesrat Guy Parmelin (SVP).

Erst letzen Simmer wechselte Martin Baltisser zur Berner Kommunikationsunternehmen Furrerhugi. Nun steht bereits der nächste Wechsel an. Er wird persönlicher Mitarbeiter von Bundesrat Guy Parmelin (SVP).

Jürg Steiner@Guegi

Baltisser, der in Bremgarten lebt, wechselte erst vor einem halben Jahr als Senior Consultant zum einflussreichen Berner Kommunikationsunternehmen Furrerhugi. Jetzt zieht er bereits wieder weiter: Auf 1. März beginnt er im Wirtschaftsdepartement von Guy Parmelin.

Understatement ist eine von Baltissers Kernkompetenzen: Er blieb fast immer im Hintergrund, obschon er zu den einflussreichen Strategen gehört, die den Aufstieg der SVP in den letzten 20 Jahren orchestrierten. Martin Baltisser war ab 1992 zuerst Kommunikationschef und später Generalsekretär der von Christoph Blocher zur scharfen Rechtsausle­gerin getrimmten SVP.

1999 startete Baltisser einen Ausflug in die PR-Branche, ehe er 2009 ins Bundeshaus zurückkehrte und 2015 mit der SVP einen weiteren Wählerzuwachs feierte. Vor gut 2 Jahren wechselte Baltisser als Geschäftsführer zu Blochers Investmentgesellschaft Robinvest.

Starker Charakter

Blocher bezeichnete Baltisser damals gegenüber dieser Zeitung als starken Charakter, der «gründlich und treffsicher» analysiere und die richtigen Schlüsse ziehe: «Weil er nie in den Vordergrund tritt, ist meist unbekannt, dass er die Fäden zieht.»

Der im persönlichen Gespräch differenzierte Baltisser hatte nie ein Problem mit dem mitunter polarisierenden Stil seiner Partei «Heute liegt der Fokus stärker auf dem Verkaufen der Inhalte», erklärte er cool. Wegen des sogenannten Messerstecherinserats wurden er und Daniela Bär vom SVP-Generalsekretariat zu einer Busse verurteilt.

Den Wechsel zu Furrerhugi erkärte Familienvater Baltisser vor sechs Monaten vor allem damit, dass er die täglich viereinhalb Pendelstunden im Zug nach Männedorf zu Robinvest und zurück nicht mehr in Kauf nehmen wolle. Abgesehen davon biete ihm das «spannende und erfolgreiche» Unternehmen Furrerhugi in Bern interessante Perspektiven, hielt er fest.

Mit Baltisser sicherte sich die als FDP-nah wahrgenommene Agentur Zugang zu den SVP-Grössen im Bundeshaus. Jetzt geht Baltisser schon wieder, aber der gute Draht zu Furrerhugi muss deswegen nicht gerissen sein. Bei Parmelin soll sich Baltisser vor allem um den Kontakt zu Parteien und Verbänden kümmern.

Berner Zeitung

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