Ittigen

Marthe Gosteli feiert ihren 96. Geburtstag

IttigenHeute Sonntag wird Marthe Gosteli 96 Jahre alt. Trotz ihres hohen Alters arbeitet sie weiter in ihrem Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung.

«Es bleibt noch viel zu tun.» Marthe Gosteli ist immer noch aktiv.

«Es bleibt noch viel zu tun.» Marthe Gosteli ist immer noch aktiv. Bild: Urs Baumann

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Sie sei manchmal müde und spüre, dass die Kräfte nachliessen, sagt die Frauenrechtlerin Marthe Gosteli. Sie fährt nicht mehr Auto. Für den Hundespaziergang nimmt sie den Rollator. Allerdings klingt die Stimme der nunmehr 96-Jährigen so vital wie eh und je. Ihre Augen sind wach, ihre Aussagen fadengrad, vor allem, wenn sie auf ihr Lieblingsthema zu sprechen kommt: die Gleichberechtigung von Frau und Mann.

Ja, sicher seien da ein paar Fortschritte zu verzeichnen, aber: «Mein Hauptanliegen ist, dass die Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung im Schulunterricht integriert wird. Davon sind wir immer noch weit entfernt», sagt sie. Dass die Fortschritte bei der Gleichberechtigung ein paar Pionierinnen zu verdanken seien, gehe leider vergessen.

Ein Gemälde zum Geburtstag

Umso wichtiger sei ihr Archiv zur Geschichte der schweizerischen Frauenbewegung in Worblaufen. Marthe Gosteli verbringt dort immer noch viel Zeit. «Aber das Archiv ist jetzt in guten Händen», freut sie sich. Der Stiftungsrat der Gosteli-Stiftung hat per 1. Januar die Informationswissenschafterin und Kulturmanagerin Silvia Bühler zur Leiterin ernannt. Marthe Gosteli hat das Archiv seit der Gründung von 1982 geleitet.

Die Malerin Elsbeth Boss schenkt Marthe Gosteli zum Geburtstag ein Gemälde. Dessen Grund ist in Grautönen gehalten, als Symbol für den steinigen Boden, auf dem die Frauen für ihre Rechte kämpften. Die farbigen Flächen symbolisieren die lichten Momente, die sich im Kampf für die Gleichberechtigung zeigen. Denn dafür setzt sich Marthe Gosteli bis heute ein. «Nicht für die Gleichstellung. Aber es bleibt noch viel zu tun», betont sie mit kräftiger Stimme. (Berner Zeitung)

Erstellt: 22.12.2013, 09:30 Uhr

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