Bern

Marc Dietrich mit dem Gastro-Bären ausgezeichnet

Bern Grosse Ehre für «Cuco» Marc Dietrich, der 13 Jahre lang mit dem Trio Peter, Sue und Marc die Hitparaden stürmte: Gestern verliehen ihm die Berner Wirte den Gastro-Bären.

Preisübergabe: Marc Dietrich inmitten von  Nicole Berchtold (Moderatorin Glanz&Gloria)und Gastrobern-Präsidentin Eveline Neeracher (rechts).

Manuel Zingg

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Seit Jahren führt Marc Dietrich die BEA-Fasnachtsbeiz. Eveline Neeracher, Gastro-Stadt-Bern-Präsidentin, überreichte gestern Abend dem 61-jährigen «Cuco» Marc Dietrich den Gastro-Bären. Und die Wirtinnen, Gastronomen und Politiker aus der Region Bern würdigten am Sommerapéro im Kursaal das Original, dessen Spitzname «Cuco» lautet, mit einem langen Applaus. «Er hat einiges für das Berner Gastgewerbe getan», sagte Neeracher. Gerührt verdankte der Preisträger die ihm angetane Ehre: «Ich bin der einzige Wirt mit einem Riesenrad im Garten», witzelte er. «Cuco» führt seit 15 Jahren an der BEA beim Riesenrad das Fasnachtsbeizli mit grossem Erfolg: Hier trifft sich jeweils «tout Berne».

Hitparadenstürmer

Marc Dietrich kennt die Sonn- und Schattseiten des Lebens: Als Mitglied des Trios Peter, Sue und Marc war er von 1968 bis 1981 ganz oben. Die Formation eroberte die Herzen der Schweizer. 1971 spielte das Berner Trio zum ersten Mal am Eurovision Song Contest (ESC) auf. Viermal war Cuco mit Peter und Sue dabei. Die beste Platzierung erreichten sie 1976 mit «Djambo, Djambo».

Nach dem Ende seiner Sängerkarriere eröffnete Marc Dietrich in der Berner Altstadt ein Weingeschäft. Als er selbst sein bester Kunde wurde, hörte Dietrich auf und wurde Liegenschaftsverwalter in einer Immobilienfirma. Jahrelang war «Cuco» als Präsident des Vereins Berner Fasnacht der oberste Narr.

Strassenputzer

Anfang 2005 erlitt der Gastro-Bären-Preisträger einen Herzinfarkt. Kaum hatte er sich erholt, kam das Burn-out. Hinzu gesellten sich Rückenoperationen. In der Immobilienfirma wurde er gefeuert. Der ehemalige Hitparadenstürmer musste aufs Arbeitsamt. Weil er etwas für sein Arbeitslosengeld tun wollte, «fötzelete» er – er sammelte in der Innenstadt Abfall. Die Stadt wurde auf den freiwilligen Strassenputzer aufmerksam und stellte ihn für einige Monate an. Seit bald drei Jahren geht es «Cuco» Marc Dietrich wieder besser. Ja, er ist wieder kreativ tätig: Vor zwei Jahren lancierte er seine CD «Bärn Bluus». (Berner Zeitung)

Erstellt: 01.09.2009, 09:24 Uhr

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