Mappamondo: Mit altem Namen zu neuer Blüte

Bern

Die Sportgastro AG, eine SCB-Tochter, übernimmt definitiv das Restaurant Mappamondo in der Länggasse in Bern. Nach den Umbauarbeiten wird das Lokal im Herbst wiedereröffnet – unter gleichem Namen.

Im Herbst soll das Restaurant Mappamondo wiedereröffnet werden.

Im Herbst soll das Restaurant Mappamondo wiedereröffnet werden.

(Bild: Urs Baumann)

Im Herbst soll die lange Durststrecke des Restaurants Mappamondo im Berner Länggassquartier endlich vorüber sein. Nachdem das Lokal nun seit über einem Jahr geschlossen ist, werden im Herbst die Tore wieder geöffnet. Seit Januar ist bekannt, dass die Sportgastro AG, eine Tochtergesellschaft des SCB, das Restaurant übernehmen will. Seit dem Wochenende ist dies ist nun offiziell bestätigt. Damit wird sich die Sportgastro AG erstmals in der Länggasse niederlassen.

Die Sportgastro AG hat laut einer Mitteilung vor, den Betrieb als traditionelles italienisches Restaurant weiterzuführen. «Wir wollen, dass das Mappamondo wieder zu seiner Blütezeit, die es in den 90er-Jahren hatte, zurückkehrt», sagt Sven Rindlisbacher, Geschäftsleiter der Sportgastro AG, auf Anfrage. Deshalb sei klar gewesen, dass man den Namen des Traditionsbetriebs beibehalten werde. Zwar werden die Innenräume komplett renoviert, der Saal und die Kegelbahn sollen aber beibehalten werden.

Auch die zum Mappamondo gehörende Uni-Bar gleich nebenan wird in den kommenden Monaten renoviert und soll im Herbst wiedereröffnet werden, wie Sven Rindlisbacher ergänzt. Ob unter gleichem Namen oder nicht, sei noch nicht entschieden.

Seit über einem Jahr leer

Ende Oktober 2014 endete der bestehende Mietvertrag mit dem bisherigen Mieter des Restaurants Mappamondo. Das Lokal steht mittlerweile seit über einem Jahr leer. Regierungsstatthalter Christoph Lerch liess das Restaurant aus Gründen der Betriebssicherheit schliessen. Dem Geschäftsführer fehlte eine Person mit einem gastgewerblichen Patent.

Angestellte sprachen von unhaltbaren Zuständen, der Geschäftsführer sei ihnen gegenüber mehrmals ausgerastet, zudem seien Löhne nicht ausbezahlt worden. Manche ehemalige Angestellte haben ihre Lohnforderungen vor Gericht eingeklagt.

Der ehemalige Mappamondo-Geschäftsführer wurde Anfang Jahr wegen Drohung, Nötigung, Verleumdung, Tätlichkeit und Sachbeschädigung zu einer bedingten Geldstrafe und einer Busse verurteilt. Er hatte unter anderem Regierungsstatthalter Christoph Lerch als «Dräcksiech» beschimpft und ihn der Korruption beschuldigt.

mib

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