Lyss benötigt mehr Klassenzimmer

Lyss

Die Schulanlage Grentschel soll erweitert werden. Am 19. Mai befinden die Stimmberechtigten über den Kredit von 16,4 Millionen Franken.

Die Erweiterung der Schulanlage Grentschel soll 16,4 Millionen Franken kosten (Archivbild).

Die Erweiterung der Schulanlage Grentschel soll 16,4 Millionen Franken kosten (Archivbild).

(Bild: Valérie Chételat)

Simone Lippuner

Lyss wächst und wächst. Über 15000 Einwohner zählt die Seeländer Kleinstadt mittlerweile. In der Vision des Gemeinderats sollen es bis ins Jahr 2030 rund 17500 sein. Entsprechend steigt auch der Bedarf an Schulraum.

Die rund 1500 schulpflichtigen Lysser und Busswiler Kinder werden in vier Schulen unterrichtet. Derzeit ist die Gemeinde daran, die Bildungslandschaft zu optimieren: Zuletzt wurden die Schulen Herrengasse und Kirchenfeld zur Schule Lyssbach vereint.

Nun folgt der nächste Schritt: die Erweiterung des Schulhauses Grentschel für 16,4 Millionen Franken. Die Stimmberechtigten entscheiden am 19. Mai an der Urne über diesen Investitionskredit.

Zwei Neubauten

Im Parlament war das Vorhaben Ende Februar unbestritten. Der zuständige Gemeinderat Stefan Nobs (FDP) rechnet denn auch aus der Bevölkerung kaum mit Widerstand. «Die Akzeptanz für die Schulraumerweiterung ist gross», sagt Nobs.

Bisher seien ihm keine negativen Stimmen zu Ohr gekommen, er sei zuversichtlich, dass der Kredit angenommen werde. «Es ist schliesslich auch ein gutes Projekt, das wir vorlegen.»

Der Erweiterungsbau im Grentschel dient als Ersatz für den sanierungsbedürftigen Kindergarten Heilbachweg und den Pavillon. Zusätzlich entsteht Raum für die Tagesschule und drei neue Klassenzimmer.

Geplant sind ein zweistöckiger Anbau an die bestehende Aula sowie ein dreigeschossiger Neubau mit Klassenzimmern für die Primarschule, die heilpädagogische Schule HPS und den Kindergarten. Zum Projekt, das vom Luzerner Architekturbüro Ahaa realisiert wird, gehören weiter die Sanierung der Aulafassade und der Bau von 39 Parkplätzen.

Da das vorgesehene Grundstück bereits im Besitz der Gemeinde Lyss ist, entstehen keine zusätzlichen Kosten für den Landerwerb. Genehmigt die Stimmbevölkerung den Kredit, soll zwischen November 2019 und Juli 2021 gebaut werden.

Zweiter Teil im Herbst

Die Erweiterung im Grentschel ist nur ein erster Teil im Investitionsplan. Bereits diesen Herbst stimmen die Lysserinnen und Lysser über die nächste grosse Kiste ab: die Sanierung der Schulanlage Stegmatt. Sie wird mit rund 22,5 Millionen Franken zu Buche schlagen. Zudem wird dem Grossen Gemeinderat im Herbst ein Baukredit von rund 1,5 Millionen Franken für einen Ersatzneubau für den maroden Kindergartenpavillon vorgelegt. 

«Im Moment sind im Schulwesen keine weiteren grösseren Neubau- oder Sanierungsprojekte geplant», sagt Gemeinderat Stefan Nobs. «Wenn die Gemeinde aber wie geplant wächst, werden in ein paar Jahren zusätzliche Erweiterungen nötig sein.» 

Berner Zeitung

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