Lugano verzichtet auf E-Prix

Bern/Lugano

Die Chancen, dass im nächsten Jahr in Bern ein E-Prix stattfinden wird, sind gestiegen. Die Stadt Lugano kandidiert 2019 nicht.

Dass sich die Rennboliden der Formel E nächstes Jahr in Bern aufreihen, wird immer wahrscheinlicher.<p class='credit'>(Bild: Keystone Ennio Leanza)</p>

Dass sich die Rennboliden der Formel E nächstes Jahr in Bern aufreihen, wird immer wahrscheinlicher.

(Bild: Keystone Ennio Leanza)

Zischen schon bald elektrisch ­betriebene Rennwagen durch die Bundesstadt? Die Anzeichen ­verdichten sich, dass im nächsten Jahr in Bern erstmals ein Formel-E-Rennen stattfinden wird. Am Wochenende gab Lugano bekannt, dass die Stadt auf eine Kandidatur für die Austragung eines Rennens verzichtet.

Bisher war Lugano ein Konkurrent von Bern. Nachdem die Organisatoren der Schweizer Formel-E-Rennen die Verhandlungen mit Bern «intensiviert» haben, erachtet man es im Tessin als unwahrscheinlich, den Zuschlag zu ­erhalten. Veranstaltet werden die Rennen in der Schweiz durch die E-Prix Operations AG. Lugano sei unter diesen Umständen nicht mehr bereit, eine Austragung 2019 aufrechtzuerhalten, teilte die Stadt mit.

Streckenführung noch offen

In Bern sind die Veranstalter ­bereits vor mehreren Wochen vorstellig geworden, wie diese Zeitung Anfang September publik machte. «Die Kandidatur für 2019 der Stadt Bern steht für uns im Vordergrund», sagte Stephan Oehen, Sprecher der E-Prix Operations AG, bereits letzten ­Donnerstag. Nach der Absage von Lugano ist Bern nun erst recht in der Poleposition.

Die Stadtberner Sicherheitsdirektion von Gemeinderat Reto Nause (CVP) ist mit Hochdruck daran, die offenen Fragen zu ­klären. Im Vordergrund der Arbeiten steht die Festlegung der Streckenführung. Sie soll möglichst bald bekannt sein.

Widerstand aus der Politik

Während viele Stadtberner ­Poli­tikerinnen und Politiker gegenüber einem Formel-E-Rennen positiv eingestellt sind, gibt es auch Widerstand. Im Stadtrat wurden gleich zwei kritische Vorstösse eingereicht. Rahel Ruch (GB) möchte vom Gemeinderat unter anderem wissen, ob er sicherstellen könne, dass die gesamte Formel-E-Veranstaltung klimaneutral durchgeführt werde. Und Luzius ­Theiler (GaP) ist der Meinung, dass der Gemeinderat das geplante Rundstreckenrennen nicht ­be­willigen sollte.

ehi/sda

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