Lüthi: «Es gibt Situationen, in denen man hart sein muss»

Der CEO des Schlittschuhclubs Bern lässt sich nicht in private Karten schauen. Sein Erfolgsrezept als SCB-Chef sei, nur so viel Geld auszugeben wie eingenommen.

Marc Lüthi im Interview am BZ-Stand.

Marc Lüthi im Interview am BZ-Stand.

(Bild: Iris Andermatt)

Tobias Habegger@TobiasHabegger

Herr Lüthi, der SCB ist zum 13.Mal Schweizer Meister geworden. Sind Sie immer noch am Feiern?Marc Lüthi:Nein, wir beginnen am Montag mit dem Training. Wir ruhen uns nicht auf den Lorbeeren aus.

Sie gelten als harter Hund, entlassen Trainer nach dem Spiel und ordnen Straftrainings an... Es gibt Situationen, in denen man hart sein muss. Ich rede nicht gern um den Brei herum, ich fighte gern und rede Klartext. Ich kann aber auch weich sein.

Wann ist denn Marc Lüthi ein Netter? Wenn wir Meister werden.

Wie schalten Sie privat ab? Das ist eben privat.

Haben Sie Hobbys? Mich interessieren Politik und Wirtschaft, das ist für mich geistige Erholung. Dann habe ich ein paar Hobbys, aber auch das ist eine private Angelegenheit.

Sie wurden von der SVP für eine Kandidatur als Gemeinderat angefragt... Ich bin nicht Mitglied einer Partei und will dieses Thema nicht weiter erläutern.

Wie sieht Ihr Erfolgsrezept aus? Nicht mehr Geld ausgeben, als wir einnehmen. 1998 hatten wir fast kein Geld mehr, wir haben nur mit Glück überlebt. Sparen heisst aber nicht immer nur verzichten, das heisst auch, dass man kreativ sein muss.

Welche Ziele verfolgen Sie? Das sind immer die gleichen Ziele. In der Meisterschaft den vierten Platz, dann schauen wir von Spiel zu Spiel weiter.

Was müsste YB besser machen, damit auch sie wieder einmal einen Pokal hochstemmen können? Es liegt nicht an mir, YB Tipps zu geben und mich über andere Sportarten zu äussern.

Was sagen Sie von der politischen Forderung, die Kontrollen in Stadien zu verschärfen und etwa ein Alkoholverbot einzuführen? Unbeteiligten ist noch kaum jemals etwas passiert. Natürlich gibt es immer ein paar Idioten. Aber es kann doch nicht sein, dass man einem Familienvater das Bier wegnimmt.

Was sagen Sie zum bisherigen Auftritt der Eishockeynationalmannschaft? Ich bin erstaunt, wie gut sie spielen. Sie haben unser System übernommen, machen Druck und krampfen.

Gehen Sie eigentlich auch privat an die BEA? Einmal muss ich auf jeden Fall mit meiner 10-jährigen Tochter gehen.

Berner Zeitung

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