Loubegaffer: Zerknüllte Wahlplakate

Die Loubegaffer schauen hin, hören zu und rapportieren, was unter den Berner Lauben zu reden gibt.

Zerknittert: Wahlplakat von Christoph Zimmerli

Zerknittert: Wahlplakat von Christoph Zimmerli Bild: PD

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Die Loubegaffer begaben sich kürzlich unter die Lauben des 21. Jahrhunderts, nämlich ins Wankdorf-Center. Dort trafen sie auf einen alten Bekannten: Peter Schmid, den langjährigen Chef der Coop-Region Bern. Er war gut gelaunt und locker drauf. Mit gutem Grund: Im Dezember ist er beruflich aufgestiegen. Er ­leitet seither die grösste Coop-Region der Schweiz, die ­Region Nordwestschweiz-Zürich-Innerschweiz. Sein Herrschaftsgebiet reicht nun von ­Basel über den Aargau und ­Zürich bis zum Gotthard. Schmid ist Chef von 12'000 Mitarbeitern, die einen Umsatz von 4 Milliarden Franken erzielen.

Und wie kann sich der Berner bei den Zürchern durchsetzen? «Ich ­habe festgestellt, dass die Berner Art in ­Zürich gut ankommt», sagt der 59-Jährige. Schmid will auch im neuen Job Gas geben. Neben dem Tagesgeschäft sieht er die «Sicherung von neuen Stand­orten für Coop-Verkaufsstellen» als seine Hauptaufgabe. Die Loubegaffer würden es so ­sagen: Er will, dass sich Coop im Kampf um Verkaufsflächen gegen die ­Migros sowie die in die Innenstädte drängenden Discounter Aldi und Lidl behaupten kann.

Der im Dezember abgetretene Stadtratspräsident Christoph Zimmerli will offenbar unbedingt in den Grossen Rat. Dieser Gedanke ist den Loubegaffern gekommen, als sie kurz nach Neujahr Plakate von ihm sahen. Doch nun dies: Im ­Spitalackerquartier stiessen die Loubegaffer auf ein am Boden liegendes zerknittertes Plakat von Zimmerli. Mit Bedauern stellen die Loubegaffer fest: In Bern scheint einigen ­Vandalen gar der konziliante FDP-Mann Zimmerli zu weit rechts zu stehen.

Zahlreiche Berner DJs und Ausgehtempel waren für den diesjährigen Swiss Nightlife Award nominiert. Bern ging aber bei der Verleihung leer aus. Vor allem Zürcher räumten ab. So wird natürlich das Vorurteil, wonach Bern kein Nachtleben habe, zementiert. Immerhin so halb hat auch Bern einen Award gewonnen. In der ­Kategorie «Best EDM DJ» erhielt die ­Zürcherin Nora en Pure eine ­Eule. Gemanagt wird die DJane vom Berner Daniel Caruso.

Sie galt lange Zeit als die schönste Frau der Welt, war als Schauspielerin in Italien und Hollywood erfolgreich, machte Karriere als Fotografin und Bildhauerin: Gina Lollobrigida. Als der bekannte Berner DJ Toney Dee, Vater von House-DJane Carol Fernandez, letzte Woche in Rom weilte, traf er die Hollywooddiva per Zufall kurz vor ihrem Abflug nach Los Angeles. «Sie ist sehr aufgestellt, lustig, mental sehr präsent und voll dabei für eine 90-Jährige», berichtet ­Toney Dee den Loubegaffern. Natürlich durfte ein Foto mit der Schönheit nicht fehlen.

DJ mit Hollywoodlegende: Toney Dee und Gina Lollobrigida.

Zum Schluss noch dies: Die Raiffeisenbanken haben in den letzten Monaten einen Imageschaden erlitten. Dies wegen der Finma-Untersuchung gegen Pierin Vincenz, den früheren Raiffeisenchef. Daniel Schmid, Leiter der Raiffeisenfiliale in der Stadt Bern, geht nun in die Gegenoffensive. Er lässt derzeit die Filiale am Waisenhausplatz umbauen. Im Juni soll sie wiedereröffnet werden. Und Schmid verspricht seinen Kunden einiges: «Wo Kunden zu Gästen werden», preist er die künftige Wohlfühlfiliale an. Tönt spannend. Die Loubegaffer sind gespannt, ob sie bei ihrem ersten Besuch der erneuerten Bank mit einem Glas Prosecco empfangen werden.

stadtbern@bernerzeitung.ch (Berner Zeitung)

Erstellt: 06.02.2018, 11:00 Uhr

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