Schönbühl

Loeb will die Filiale im Shoppy aufgeben

SchönbühlDer Loeb im Shoppyland war eine Konstante im Einkaufszentrum. Die Filiale des Berner Warenhauses wurde im Gründungsjahr 1975 eröffnet. Doch in acht Monaten schliesst sie.

Shoppyland Schönbühl: Das Warenhaus Loeb schliesst seine Filiale im Februar.

Shoppyland Schönbühl: Das Warenhaus Loeb schliesst seine Filiale im Februar. Bild: Stefan Anderegg

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Die Loeb-Filiale im Shoppyland Schönbühl schliesst auf Ende Februar 2017. Das teilte das Berner Warenhaus am Freitag mit. Mit diesem Schritt zieht sich Loeb vollständig aus dem Einkaufszentrum-Geschäft zurück. 2009 wurde die Filiale in Avry bei Freiburg geschlossen, 2014 das Geschäft an der Riedbachstrasse in Bern-Bethlehem.

Bald hat sich also die Loeb-AG aus sämtlichen Einkaufszentren zurückgezogen. Für die elf Mitarbeitenden im Shoppyland werde intern eine Lösung gesucht. Das Mietverhältnis mit der Eigentümerin, der Genossenschaft Migros Aare, wird laut der Pressesprecherin Nicole Studer in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst und läuft aus. Die Loeb AG betrieb ihre Filiale im Shoppyland seit der Gründung des Einkaufszentrums im Jahr 1975.

Nach mehrmonatiger Umbauzeit eröffnete Loeb 2007 auf verkleinerter Fläche an neuem Standort im Erdgeschoss. Statt eines Vollsortiments wie vorher, beschränkte sich das Angebot in Schönbühl auf Kleider, Accessoires, Parfümerie und Geschenkartikel. Vor dem Umbau hatte die Filiale 2000 Quadratmeter Verkaufsfläche, danach waren es bloss noch 1100. Die Loeb-Filiale steht in Schönbühl in direkter Konkurrenz zu Manor. Die Warenhauskette eröffnete 2007 und ist weit grösser ist als jener von Loeb. Beide Firmen haben ein ähnliches Sortiment im mittleren Preissegment.

Warenhaus mit Erlebniswelt

Loeb will sich nun in Zukunft auf die Warenhäuser in Bern, Biel und Thun konzentrieren und dort sogenannte Erlebniswelten schaffen. Die Loeb-Chefin Nicole Loeb sagte kürzlich in einem Interview mit dieser Zeitung: «Es reicht heute nicht mehr, einfach nur Waren zu verkaufen. Um gegen die Onlinekonkurrenz bestehen zu können, muss man Vorteile ausspielen, welche die virtuelle Welt nicht bietet.» Das Stammhaus in Bern wird darum in den nächsten zwei Jahren umgebaut.

Im vierten Stock beispielsweise soll in der Haushaltsabteilung eine grosse Küche entstehen. Mit der Hilfe von Profiköchen werden dort Menüs zubereitet. Für die Männer hat sich Loeb weitere Projekte ausgedacht: In der Damenabteilung soll es Lounges geben, wo die Herren sich ausruhen können.

In Sitzecken können sie in Ruhe einen Kaffee trinken oder die Zeit mit Spielkonsolen überbrücken. Die geplanten Erlebniswelten brauchen Platz. Aus diesem Grund wird das Loeb-Sortiment eher kleiner. Mittlerweile bewirtschaftet die Detailhändlerin im Haupthaus wieder 60 Prozent der Fläche selber, vor ein paar Jahren war es noch etwa die Hälfte.

Ein neues Outlet in Bern

Loeb betreibt heute neben den drei Warenhäuser sechs MAGGS- und acht Markenstores in deutsch- und französischsprachigen Schweizer Städten sowie einen Outletstore in Bern. Die Cecil-Filiale soll bald in einen weiteren Outletstore im Ryffligässchen umgebaut werden. «Hier werden in Zukunft auch Hartwaren wie Haushaltsartikel angeboten», sagt Studer. Das Outlet-Geschäft sei im Ryffligässchen rentabel und darum setze Loeb noch verstärkt auf diese Konzept.

(Berner Zeitung)

Erstellt: 17.06.2016, 18:00 Uhr

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