Lars Lunde: «Ich bin ein Fussballverrückter»

Der Zweitligist SC Worb steht als abgeschlagener Tabellenletzter in der Gruppe 1 mit dem Rücken zur Wand. Der neue Trainer Lars Lunde soll das Team vor dem Abstieg retten.

Lars Lunde und seine neue Aufgabe.

Lars Lunde und seine neue Aufgabe. Bild: Andreas Blatter

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Bereits in der Saison 2005/2006 war Lars Lunde beim SC Worb in der 2. Liga tätig. In der damaligen Dokusoap «Die Amateure» amtete Lunde als Assistent von Trainer Roland Getzmann, allerdings nur für wenige Wochen. Nun kehrt der letztjährige Trainer des FC Bern (2. Liga interregional) zu Worb zurück. Der einstige Nationallliga-A-Torschützenkönig im Dress der Berner Young Boys, die er an der Seite von Robert Prytz 1986 zum letzten Meistertitel schoss (und anschliessend zum deutschen Rekordmeister Bayern München wechselte), löste Ronaldo Schiavoni zum Jahreswechsel als Trainer der Worber ab. Der 47-jährige ehemalige dänische Nationalspieler soll die Mannschaft nun vor dem Abstieg in die 3. Liga bewahren.

Leidenschaft und Erfahrung

Der neue Sportchef Martin Schindler, der in der Winterpause Adrian Stampfli ersetzt hat, freut sich über die Verpflichtung der ehemaligen YB-Legende: «Mit Lars Lunde haben wir einen Trainer gefunden, der weiss, wie man Spiele gewinnt. Seine Verpflichtung soll auch ein Zeichen dafür sein, dass wir in Zukunft wieder eine aggressivere Vorwärtsstrategie einschlagen wollen», sagt Schindler. Er sei ein ausgezeichneter Trainer und Ausbildner, der die junge Mannschaft weiterbringen könne. «Zudem bringt er eine enorme Leidenschaft für den Fussball mit, welche sich auf den ganzen Verein übertragen wird», ist der neue Sportchef überzeugt.

Auch wenn der Klassenerhalt als äusserst schwieriges Unterfangen einzustufen ist, wollen sich die Worber der sportlichen Herausforderung stellen. «Ein Abstieg wäre schlimm, aber nicht dramatisch», findet Schindler. Im Vordergrund stehe, zusammen mit Lars Lunde längerfristig etwas aufzubauen und sich in naher Zukunft mindestens an der Spitze der 2. Liga zu etablieren.

Auf die Frage, warum er den SC Worb trotz dessen ungemütlicher Tabellenlage übernommen habe, entgegnet Lunde lachend: «Ich bin ein Fussballverrückter.» Er sei sich durchaus bewusst, dass es nicht einfach werden würde, die Klasse zu halten. «Aber ich bin ein optimistischer Mensch und weiss, dass in 11 Spielen 33 Punkte zu vergeben sind. Meine Mannschaft ist motiviert und heiss auf den Start in die Rückrunde», äussert sich Lunde angriffslustig. Und Sportchef Schindler ergänzt voller Zuversicht: «Wir haben eine tolle Mannschaft und einen fantastischen Trainer und sind damit wieder ein sehr attraktiver Verein in der Region.» Er scheint von Lundes Enthusiasmus bereits angesteckt worden zu sein.

Der Blick auf die aktuelle Tabelle besagt aber auch, dass Worb in dieser Saison noch kein Spiel gewinnen konnte. Den bisher einzigen Punkt errangen die Worber beim 1:1 gegen Schönbühl. Und trotzdem bleibt die Hoffnung. Der Rückstand auf Interlaken und Schönbühl beträgt «nur» 7 Punkte. (Berner Zeitung)

Erstellt: 03.04.2012, 07:44 Uhr

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