Landis fusionieren und investieren

Laupen/Thörishaus

Die Landis Laupen und Neuenegg-Thörishaus fusionieren zur Landi Bern-West. Die Strategien für die Zukunft sind festgelegt. Die ersten Projekte beginnen bereits im Juni.

Geschäftsführer Christian Thomet (rechts) kann nach 27 Jahren in Pension gehen. Peter Röthlisberger übernimmt die Leitung der fusionierten Landi.

Geschäftsführer Christian Thomet (rechts) kann nach 27 Jahren in Pension gehen. Peter Röthlisberger übernimmt die Leitung der fusionierten Landi.

(Bild: zvg)

Hans Ulrich Schaad

Es ging alles sehr schnell. Vor nicht einmal einem Jahr begannen die ersten Gespräche zwischen den Landis Laupen und Neuenegg-Thörishaus. Im Hinblick auf die bevorstehende Pensionierung ihres langjährigen Geschäftsführers Christian Thomet kontaktierten die Neuenegger ihre Laupener Kollegen. «Der grosse Druck für eine Fusion ist zwar noch nicht da», sagt Peter Röthlisberger, Geschäftsführer der Landi Laupen. Aber der Markt sei umkämpft. Früher oder später wäre das Thema auf den Tisch gekommen.

Rückwirkende Fusion

«Wir wollen ein guter Partner für die Landwirte sein und ihnen gute Konditionen anbieten können», sagt Röthlisberger. Nach dem Zusammenschluss habe die neue Landi Bern-West eine gute Basis. «Wirtschaftlich und strategisch macht die Fusion Sinn», betont Peter Röthlisberger. Der Fünfjahresplan sehe gut aus.

Diesen Argumenten folgten die Mitglieder an den beiden Generalversammlungen. Laupen stimmte der Fusion mit 92 zu 4 Stimmen zu. Nicht weniger klar war das Resultat in Neuenegg mit 73 zu 2. Es gab an beiden Versammlungen insgesamt 14 Enthaltungen. Die Fusion zur Landi Bern-West wird rückwirkend auf den 1.Januar 2013 vollzogen.

Millionen-Investitionen

Bereits ab dem 1.Juni werden die ersten Strukturbereinigungen vorgenommen. Auf diesen Zeitpunkt schliesst der kleine Verkaufsladen in Rosshäusern, und auch der Agrarhandel wird dort eingestellt. Dort zentralisiert die Landi ihre Futtermittelproduktion. Dazu wird die bestehende Mühle modernisiert und erweitert. Die Baubewilligung für das 3-Millionen-Projekt liegt vor, und das Projekt in Rosshäusern wurde genehmigt.

Wenn die Mühle in Rosshäusern ausgebaut ist, wird die Futtermittelproduktion in Thörishaus eingestellt. Hier entsteht dafür ein neues Zentrum für den Agrarhandel. Das heutige Silo wird abgerissen und macht einer neuen Halle Platz. Auch diesen Kredit, eine knappe Million Franken, hat die Versammlung genehmigt.

Neben dem Agrarhandel, der in Thörishaus und Laupen konzentriert wird, und der Futtermittelproduktion werden in den nächsten Jahren auch die anderen Bereiche wie der Detailhandel überprüft. Konkrete Entscheide sind aber noch nicht gefallen.

Peter Röthlisberger, Geschäftsführer der fusionierten Landi, ist sich bewusst, dass einige Änderungen für die Mitglieder einschneidend sind. Aber er ist überzeugt, dass die Fusion nur Vorteile hat –in einem Markt mit ständig sinkenden Margen. Die Wettbewerbsfähigkeit und die Professionalität würden sich weiter verbessern, ist er überzeugt.

Berner Zeitung

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