Kunstrasen für Zollikofer Fussballer

Ein Neubau für 1,22 Millionen Franken soll den Problemen mit der Entwässerung ein Ende bereiten: Zollikofens Fussballer spielen künftig auf Kunstrasen.

Kunstrasen hat den Vorteil, dass er intensiver genutzt werden kann als Naturrasen. Im Bild der Kunstrasen auf dem Spitalacker in Bern.

Kunstrasen hat den Vorteil, dass er intensiver genutzt werden kann als Naturrasen. Im Bild der Kunstrasen auf dem Spitalacker in Bern. Bild: Archiv BZ/Susanne Keller

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Zweimal hatten die Spieler des FC Zollikofen gehofft, zweimal gab es an der Urne ein Nein. 2003 wie schon 2000 lehnten die Stimmenden den Ausbau der Sportanlage Geisshubel und ein neues Spielfeld für die Fussballer ab. So kam es, dass sich der Platz noch heute mehr oder weniger so präsentiert wie vor bald vierzig Jahren, als er gebaut wurde – und damit den Anforderungen längst nicht mehr genügt.

So begründet der Gemeinderat, wieso er dem Parlament 1,22 Millionen Franken für einen neuen Fussballplatz beantragt. Der Untergrund des heutigen Feldes sei zwischenzeitlich zwar saniert und später sogar noch mit sechs Kandelabern bestückt worden, hält er fest. Doch weil am eigentlichen Aufbau des Bodens nichts gemacht worden sei, funktioniere die Entwässerung heute schon wieder nicht mehr.

Kunstrasen im Vorteil

Statt wie bisher einen Naturrasen schlägt der Gemeinderat dem Parlament einen Kunstrasen vor. Er gesteht zwar ein, dass ein solches Feld um einiges teurer zu stehen kommt. Das gilt für die Investition wie auch für den Unterhalt – dafür lässt sich ein Kunstrasenfeld intensiver nutzen.

Zurzeit spiele und trainiere der FC mit seinen bis zu 21 Teams rund 650 Stunden pro Jahr, rechnet der Gemeinderat vor. Ein Naturrasen, der langfristig funktionieren solle, verkrafte maximal 450 Stunden – der FC müsste damit für rund 30 Prozent seiner Zeit auf einen fremden Platz ausweichen. Anders präsentiere sich die Situation beim Kunstrasen: Ein solches Feld verkrafte bis zu 900 Stunden Betrieb im Jahr.

Laut dem Gemeinderat sind die 1,22 Millionen Franken für Zollikofen verkraftbar, zumal aus dem kantonalen Sportfonds «ein hoher fünfstelliger respektive tiefer sechsstelliger Betrag» zu erwarten sei. Der FC selber werde das Vorhaben mit 50'000 Franken unterstützen.

Auch für fremde Klubs?

Die Finanzkommission regt an, das Feld zusätzlich an andere Klubs zu vermieten und so die 900 möglichen Stunden im Jahr besser auszuschöpfen. Dem hält der Gemeinderat entgegen: Eine intensivere Nutzung verkürze die Lebensdauer des Feldes. Zudem steige die Belastung für die Anwohner, da die Trainings und Spiele primär in den Abendstunden stattfänden. (Berner Zeitung)

Erstellt: 13.08.2014, 06:22 Uhr

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