«Kauft Autos mit kleineren Motoren»

Bern

Im BEA-Gespräch gibt BKW-Chefin Suzanne Thoma Energiespartipps. Und sie sagt, wie man sich in einer Männerdomäne durchsetzt.

Zum Beispiel Jona und seine Geschichte mit dem Wal: Das Wimmelbuch erzählt biblische Inhalte auf spielerische Art.

Zum Beispiel Jona und seine Geschichte mit dem Wal: Das Wimmelbuch erzählt biblische Inhalte auf spielerische Art.

(Bild: Urs Baumann)

Tobias Habegger@TobiasHabegger

Suzanne Thoma, Sie sind Chefin eines Stromunternehmens. Welche Energiespartipps geben Sie dem BEA-Publikum? Ich habe einen unpopulären Vorschlag: Kauft Autos mit kleineren Motoren. Diesen Tipp haben vor allem die Männer besonders gerne. Zudem: Geht zu Fuss oder nehmt das Fahrrad statt das Auto. Und esst weniger Fleisch, denn das spart extrem viel Energie.

Wie tanken Sie persönlich Energie? Ich schaue, dass ich genügend schlafe. Zudem sitze ich gerne daheim auf dem Sofa. Dabei lese ich ein Buch oder mache gar nichts.

Oder Sie schauen ein Skirennen. Weil die Schweizer künftig mit dem BKW-Logo auf dem Dress den Berg herunterbrettern. Mein Problem ist, ich habe keinen Fernseher. Vielleicht werde ich mir nun ein TV-Gerät kaufen.

Weshalb haben sie das Sponsoring beim Stade de Suisse und bei YB aufgegeben zugunsten von Swiss-Ski? Als YB-Sponsor wird man vor allem in der Region Bern wahrgenommen. Swiss-Ski dagegen hat eine nationale Ausstrahlung. Der Verband umfasst mehrere Sportarten, hat einen Bezug zu den Alpen, und es gibt sowohl Mannen- wie auch Frauenteams.

War für Sie die Fussballszene zu männerlastig? Sie bewegen sich ja bereits im Job in einer Männerdomäne. Es hat durchaus seinen Reiz, Fussball spielenden Männern zuzuschauen. Aber es geht bei diesen Entscheiden nicht um persönliche Vorlieben.

Wie setzen Sie sich als weibliche Führungskraft in einer Männerdomäne durch? Seit dem ETH-Studium hatte ich beruflich immer mehr mit Männern zu tun als mit Frauen. Ich weiss gar nicht, wie ich mich in einer Frauendomäne fühlen würde. Sobald man eine gewisse Position erreicht hat und ein gewisses Alter, fällt es einem einfacher, sich durchzusetzen. Wobei, heutzutage lassen sich junge Frauen weniger einschüchtern als in meiner Generation.

Die Branche ist im Umbruch. Wohin geht die Reise der BKW? Wir bauen neue Geschäftsfelder auf. Dabei geht es um die Infrastruktur. Beispielsweise betreiben und vermarkten wir Windkraftwerke für Menschen, die Geld in dieses Segment investieren jedoch die Parks nicht selber betreiben wollen. Zudem bauen wir neue Leitungen. In Zukunft sollen das nicht nur Stromleitungen sein, sondern auch Wasserleitungen. Das Trinkwassersystem in der Schweiz ist hundert Jahre alt. Da gibts einiges zu tun.

Was ist bloss mit der Energiewirtschaft passiert, wenn ein Unternehmen wie die BKW Trinkwasserleitungen baut?

Das ist doch super. Wir erschliessen neue Geschäftsfelder und tun das, was wir bereits heute gut können – Leitungen bauen. Seien es Strom-, Telecom-, oder eben auch Trinkwasserleitungen.

Berner Zeitung

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