Jesse Ritch setzt nun ganz auf eigene Musik

Urtenen-Schönbühl

Nachdem es Jesse Ritch bei «Deutschland sucht den Superstar» auf den dritten Platz geschafft hatte, ist es vorerst ruhig geworden um den 20-jährigen Berner. Im Gespräch erzählt er, was er seither erlebt hat und wie es weitergehen wird.

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Rund zwei Monate ist es her, dass Jesse Ritch Dritter bei «Deutschland sucht den Superstar» (DSDS) wurde und mittlerweile hat er sich daran gewöhnt, auf der Strasse erkannt zu werden. «Inzwischen habe ich realisiert, was in den vergangenen Monaten alles passiert ist», erzählt er. Und passiert ist viel, denn Ritch hat seinen Beruf als Fachmann für Gesundheit aufgegeben und sich als Sänger selbstständig gemacht. Nun lebt er von der Musik und arbeitet ehrgeizig an seinem ersten Album. Für dieses schreibt er alle Songs selbst.

Die Fans warten laut Ritch ungeduldig darauf – und mindestens genauso ungeduldig ist er auch selbst. «Seit DSDS vorbei ist, kann es mir nicht schnell genug gehen», erzählt er lachend. Dennoch weiss er, dass es momentan beispielsweise keinen Sinn machen würde, auf Tour zu gehen. Zuvor möchte er seine eigenen Songs fertig haben und nicht nur bereits bekannte Lieder nachsingen. Er wählt seine Auftritte deshalb gut überlegt aus.

Dass er in der Castingshow den dritten Platz belegt hat, sieht er auch als Chance. «Ich kann viel eher meine eigenen Sachen machen und bin nicht so gebunden. Als Sieger hätte ich die Songs singen müssen, die für mich geschrieben werden.»

Unterstützung vom privaten Umfeld

Im Augenblick bleibt aber auch wieder mehr Zeit für Familie, den Freundeskreis und ganz wichtig: die Freundin. «Wir haben es immer noch sehr schön miteinander», so der 20-Jährige, «und sie begleitet mich, so oft es geht.» Klar werde er oft von Fans angesprochen, wenn er unterwegs sei. Daran habe sich sein Umfeld jedoch genauso gewöhnt wie er. Sie seien den Prozess von Anfang an mitgegangen und eine wichtige Stütze und Motivation für ihn.

Kontakt zu seinen Mitstreitern bei DSDS hat er immer noch und ist selbst erstaunt, dass alle von ihnen so viel Interesse daran haben. Aus seiner Sicht haben sich die Kandidaten dieser Staffel «wirklich aussergewöhnlich gut verstanden». Die Freundschaft zu Luca Hänni bestehe weiter, auch wenn sie beide momentan viel zu tun hätten. Doch nicht nur Freundschaften sind während der Zeit bei DSDS entstanden. Ritch hat auch viel gelernt und sich «musikalisch neu entdeckt». Inzwischen wisse er, dass ihm beispielsweise auch R’n’B liegen würde und er auch mehr könne, als Balladen zu singen.

Kompromisse als Notwendigkeit

Ritch hat mittlerweile festgestellt, dass das Musikgeschäft noch härter ist, als gedacht. Der Konkurrenzkampf sei riesig, jeder müsse sich beweisen. In dieser Hinsicht habe man es als Gewinner ebenso schwer wie als Drittplatzierter.

Beim Schreiben der eigenen Lieder besteht die Herausforderung für ihn darin, Kompromisse mit sich selbst zu finden. Er könne schliesslich nicht nur das machen, was ihm persönlich gerade am allerbesten gefalle – es müsse ja auch die Fans ansprechen. Was ihn in der nächsten Zeit alles erwartet, lässt er auf sich zukommen. Wo er in ein paar Jahren sein möchte, formuliert er ganz konkret: «Ich will mich musikalisch etabliert haben».

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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