Hübsch für die Hochzeit mit Murten

Clavaleyres

Weil es bitter nötig ist und weil das Dorf mit einem sanierten Strassennetz in die Fusion mit Murten will, soll das gesamte Gemeindestrassennetz mit einem neuen Belag versehen werden.

Bitter nötig: In Clavaleyres soll das gesamte Strassennetz mit einem neuen Belag versehen werden.<p class='credit'>(Bild: Iris Andermatt)</p>

Bitter nötig: In Clavaleyres soll das gesamte Strassennetz mit einem neuen Belag versehen werden.

(Bild: Iris Andermatt)

Nach dem ARA-Bau ist die geplante Sanierung des Gemeindestrassennetzes wohl die grösste Investition, die Clavaleyres jemals gemacht hat. 100 000 Franken hat die Gemeindeversammlung dafür gesprochen, das heisst: 14 Anwesende der 39 Stimmberechtigten der Berner Exklave, die auf 2021 mit dem freiburgischen Murten fusionieren will.

Zwar sagt Gemeindepräsident Jürg Truog, die Fusionsformalitäten seien «momentan auf Stand-by», aber es sei klar: 2018 wird ein erster grosser Schritt gemacht. Clavaleyres und Murten werden an der Urne über das Zusammengehen abstimmen.

Schuldenfreie Gemeinde

Zurück zum Strassennetz. Dieses wird saniert, weil es jahrzehntelang bloss notdürftig geflickt wurde. Mittlerweile weist es an einigen Stellen kaum mehr einen Belag auf. Dass die 1,3 Kilometer Gemeindestrassen perfekt instand gestellt werden, hat einen weiteren wichtigen Grund. «Wir wollen unsere Strassen in gutem Zustand haben, wenn wir mit Murten fusionieren», sagt Gemeinderat Alfred Chervet.

So sei alles in Ordnung für die Gemeindehochzeit. Zudem habe es für Murten kaum erste Priorität, die Strassen von Clavaleyres zu sanieren. Da die Gemeinde schuldenfrei ist und ein Eigenkapital von rund 386 000 Franken besitzt, kann sie die Arbeiten aus eigenen Mitteln bezahlen.

Der Kanton spart

Die 800 Meter Kantonsstrasse dagegen werden wie bis anhin bloss geflickt. Auf Anfrage der Gemeinde, ob man den Belag erneuern könnte, habe der Kanton eine negative Antwort erteilt, sagt der Gemeindepräsident. «Der Kanton Bern spart», stellt er trocken fest.

Wie es der Kanton Freiburg mit dem Sparen hält, wird die Kleinstgemeinde erst ab 2021 erfahren. Erst da würde die Fusion mit der Stadt Murten rechtskräftig – wenn Gemeinden, Kantone und die Vereinigte Bundesversammlung Ja dazu ­sagen.

Berner Zeitung

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