Bern

Hoch zu Ross im Wankdorfstadion

BernMit vier Pferden haben Mitglieder des Legacy Polo Club getestet, ob man im Stade de Suisse Polo spielen kann. Eine weitere Idee: Gokart-EM im Stadion.

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Mit etwas mehr Pferdestärken hätte YB vielleicht am Mittwoch gegen den FC Basel gewonnen. Der Legacy Polo Club hat aber den Rasen im Wankdorfstadion mit vier Pferden erst gestern getestet. Die Idee des Aargauer Clubs: ein Poloturnier in der Hauptstadt veranstalten. Präsident des Clubs mit 25 aktiven Spielern ist Stefan Locher, der in den letzten Jahren den Berner City-Beach führte. «Wir möchten den Sport in die Stadt bringen mit Mannschaften aus den umliegenden Ländern», sagt Locher. «Gerade für die Deutschen ist das Stade de Suisse nämlich immer noch das Wankdorf.» Mit dem Nationalen Pferdezentrum Bern in unmittelbarer Nähe wäre eine Zusammenarbeit denkbar.

In Bern würde das sogenannte Arenapolo gespielt mit Teams bestehend aus jeweils drei Leuten. Mit seinem Pferd Platero und den Kollegen Martin Vogt auf Havanna, Matteo Beffa auf Poppy und dem besten Polospieler der Schweiz, Martin Riglos, auf Canela hat Locher gestern Abend den Rasen im Wankdorf geprüft. «Wegen des Regens wars etwas rutschig, und wir konnten nicht Vollgas geben. Trotzdem hält der harte Rasen wunderbar.» Das Fazit: Ein Poloturnier wäre in Bern möglich! Und wie es beim Polo üblich ist, würde das Publikum in der Pause die Löcher im Rasen wieder stopfen.

Gokart-Event im Wankdorf?

Hans Harnisch, Stadionmanager des Stade de Suisse, kann noch nicht sagen, ob es in Zukunft tatsächlich ein Poloturnier im Wankdorfstadion geben wird. Nach dem gestrigen Testlauf müsse man nun analysieren, ob ein solcher Event möglich sei. Die Idee wäre es, ein Turnier nach der Meisterschaft oder in der Winterpause durchzuführen – bevor dann ein neuer Rasen verlegt wird. Derzeit wird der erst im März verlegte Rollrasen für die im Juni anstehenden Konzerte entfernt (siehe Kasten rechts).

«Wir sind jederzeit offen für solche neuen Veranstaltungen», betont Harnisch. In bester Erinnerung ist etwa das «Tatze-Derby» vom Januar 2007, als der SCB gegen die SC Langnau Tigers vor über 30'000 Zuschauern 5:2 siegte. Die Stadionverantwortlichen könnten sich zum Beispiel auch vorstellen, ein-mal eine Gokart-Europameisterschaft im Wankdorf durchzuführen. «Vom Platz her würde das Stadion genau passen», sagt Harnisch.

Auch das Thema Stadionüberdachung ist noch nicht vom Tisch. Es werde allerdings nicht intensiv weiterverfolgt. «Ein Dach wäre ‹nice to have›», sagt Harnisch. Es sei aber nicht «need to have», also nicht zwingend. (Berner Zeitung)

Erstellt: 31.05.2013, 10:12 Uhr

Konzerte auf Asphalt – neuer Rasen im Juli

Gleich drei Konzerthighlights stehen in den nächsten vier Wochen im Wankdorfstadion an. Am kommenden Freitag sind Depeche Mode auf der Bühne, am 15.Juni Muse und schliesslich Bon Jovi am 30.Juni. Deshalb wird der Rasen seit Donnerstag entfernt. Die Young Boys starten dann am Wochenende des 13./14.Juli auf einem neuen Rasen in die Saison 2013/2014 der Super League. «Nach einem Konzert wäre der Rasen jeweils kaputt», sagt Hans Harnisch, Stadionmanager des Stade de Suisse. Die Rasenunterlage ist asphaltiert, weil im Stadion bis im Dezember 2011 ein Kunstrasen verlegt war. «Das ist unser grosser Vorteil», sagt Harnisch. Die Konzerte finden somit auf Asphalt, statt und gleich nach Bon Jovi können die sogenannte Rasentragschicht und ein neuer Naturrasen recht einfach darüber verlegt werden. Die Konzertveranstalter beteiligen sich an den Kosten. Letztmals wurde der Rasen im März ersetzt.

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