Hampel-Uhus zeigen Wirkung

Bern

Im Berner Nordquartier steuern Anwohner Hampel-Uhus mit einer Schnur, um Saatkrähen zu verscheuchen. Offenbar mit Erfolg.

  • loading indicator
Ralph Heiniger

Er ist die neuste Waffe der Stadt Bern gegen die Krähenplage: ein fünfzig Zentimeter grosser Uhu aus Plastik mit beweglichen Flügeln. Zieht man an einer Schnur, flattert der Plastik-Uhu mit seinen Flügeln. Er soll die Saatkrähen vertreiben, unter denen die Anwohner in Berns Norden zu leiden haben. In der Tellstrasse, an der Ostermundigenstrasse und am Muristalden wurden solche Plastikuhus installiert.

Die Hampel-Uhus erfüllen offenbar ihren Zweck. Sie verscheuchen nicht nur jene Krähen, welche das Nordquartier einfach durchfliegen, sondern sie verhindern offenbar auch, dass die Saatkrähen neue Nester bauen.

An der Tellstrasse, wo im Vorjahr gut zwanzig Paare gezählt worden seien, habe bisher nur ein einziges Saatkrähenpaar seine Eier gelegt. Dies schreibt der ehemalige grüne Stadtrat Urs Frieden, der im Onlinemagazin «Journal B» eine erste Bilanz zieht. «Seit Jahren ist erstmals wieder Vogelgezwitscher zu hören, zum Beispiel von Amseln, die sich in den letzten Jahren verdrängen liessen. Und am Morgen wird man wieder vom eigenen Wecker geweckt», freut sich Frieden, der sich für die Hampel-Uhus aus Plastik einsetzte.

Eine weitere Konsequenz der Hampel-Uhus ist laut Frieden die Umsiedelung der Krähen: «Einzelne Krähen nisten jetzt bei der Kaserne Bern.»

Berner Zeitung

Diese Inhalte sind für unsere Abonnenten. Sie haben noch keinen Zugang?

Erhalten Sie unlimitierten Zugriff auf alle Inhalte:

  • Exklusive Hintergrundreportagen
  • Regionale News und Berichte
  • Tolle Angebote für Kultur- und Freizeitangebote

Abonnieren Sie jetzt